Im Issumer His-Törchen Ausstellung zum 140. Geburtstag von Käthe Kruse

Issum · Die Erfolgsgeschichte dieser besonderen Puppe und ihrer Puppenmacherin ist Thema der Ausstellung im Issumer His-Törchen. Die Eröffnung ist am 1. Oktober.

Die Käthe-Kruse-Puppen sind auch bei Sammlern sehr beliebt. In Issum wird demnächst eine Ausstellung zu dem Thema eröffnet.

Die Käthe-Kruse-Puppen sind auch bei Sammlern sehr beliebt. In Issum wird demnächst eine Ausstellung zu dem Thema eröffnet.

Foto: Seybert, Gerhard (seyb)

Zum 140. Geburtstag von Käthe Kruse gibt es ein besonderes Geschenk. Am 1. Oktober öffnet die Ausstellung mit Puppen von früher und heute im Issumer His-Törchen.

Es ist das Weihnachtsfest 1905, als Käthe Kruses Tochter Maria, liebevoll Mimerle genannt, sich sehnlichst eine Puppe wünscht. Eine Puppe zum Kuscheln, Herumtragen und Umsorgen - genau wie ein echtes Baby sollte sie sein. Doch alle Puppen, die es in den Kaufhäusern gab, waren steif, kalt und nicht geeignet, um mütterliche Gefühle in einem Kind zu wecken. Käthe Kruse hatte genaue Vorstellungen, wie eine Puppe sein sollte: warm, weich und auch ein bisschen schwer, sodass ihre Tochter auch etwas zu tragen hatte. Kurzerhand beschloss sie, selbst eine Puppe zu entwerfen und herzustellen. Damals ahnte sie noch nicht, dass die Puppenmacherei zu ihrem Erfolg, ihrem Lebensinhalt und ihrem ganzen Glück werden sollte.

Sie begann in ihrer Berliner Wohnung mit der seriellen Fertigung ihrer handgemachten Puppen. Käthe Kruse stellte einen Maler und einige Näherinnen ein, die ihr bei der Arbeit zur Hand gingen. Die Presse bezeichnete Käthe Kruses Puppen als „Ei des Kolumbus". Puppen waren zwar nichts Neues, doch in ihrer Machart unterschieden sich ihre Puppen entscheidend vom bisher Üblichen, so dass einige Jahre später wegen des großen Erfolges ihre erste Puppenmanufaktur in der Nähe gegründet werden konnte.

Inzwischen sind Käthe-Kruse-Puppen in der ganzen Welt bekannt. Die älteren Puppen sind wertvolle Sammlerobjekte, und die Puppen jüngeren Datums sind immer noch beliebtes Kinderspielzeug.

Die liebevoll gestaltete Ausstellung im His-Törchen bietet einen Rückblick auf eine lange und erfolgreiche Unternehmensgeschichte. Natürlich dürfen auch die kleinen Stars nicht fehlen. Zahlreiche Puppenkinder lassen die Herzen von Puppenfreunden höherschlagen. Die Besucher können in Erinnerungen schwelgen, sich in die Kindheit zurück versetzen oder sich einfach in die Welt von Käthe Kruse entführen lassen.

Zur Eröffnung am Sonntag, 1. Oktober, um 11 Uhr sind alle eingeladen. Die Ausstellung läuft bis zum 21. Januar 2024. Der Eintritt ist frei, Führungen sind nach Absprache möglich. Öffnungszeiten des His-Törchens: Dienstag bis Donnerstag von 8.30 bis 12.30 Uhr und 14 bis 15.30 Uhr, Freitag von 8.30 bis 12.30 Uhr und Sonntag von 15 bis 17 Uhr oder nach Vereinbarung. Weitere Infos bei der Gemeinde Issum: His-Törchen, Telefon 02835 1024, E-mail: touristik@issum.de.

(RP)