Aus dem alten Finanzamt in Geldern wird ein modernes Hotel

Bauantrag liegt vor : So wird Gelderns neues Hotel aussehen

Im Frühjahr nächsten Jahres soll Eröffnung sein. Am Freitag stellte Familie Janssen vom Seepark mit Architekt Engelbert Hanßen die Planungen für das 60-Zimmer-Haus vor. Einen Namen gibt es für das neue Haus noch nicht.

Aus dem alten Finanzamt wird ein modernes Hotel. Der Bauantrag wird derzeit bearbeitet, in wenigen Wochen könnte mit den Entkernungsarbeiten begonnen werden. Am Freitag stellte Familie Janssen die Planungen für das 60-Zimmer-Haus vor. „Die neue Visitenkarte Gelderns am Ortseingang“ nannte Marc Janssen das Projekt. Einen Namen gibt es für das neue Hotel noch nicht, aber die Adresse steht fest: Südwall 4 lautet sie.

Seit 2015 laufen die Planungen für das Hotel zwischen Familie Janssen, der Stadt Geldern und dem Gelderner Architektenteam Engelbert Hanßen und seinem Mitarbeiter Martin Bauer. Hanßen hatte auch das Seehotel gebaut und zeichnet derzeit für den Neubau des Bettenhauses am benachbarten Clemens-Hospital verantwortlich.

Nun sind die Ausschreibungen für die meisten Gewerke gestartet. Marc Janssen freute sich besonders, dass viele örtliche Firmen sich an dem Projekt beteiligen werden. Für das Frühjahr 2020 ist die Eröffnung des Hotels geplant.

Bei der Vorstellung der Planung (v.l.): Martin Bauer, Sven Kaiser, Marc Janßen, Heinz Janssen, Engelbert Hanßen und Monika Janssen. Foto: Dirk Möwius

„Das Besondere ist, dass wir im Bestand des alten Finanzamtes bauen“, erläutert Engelbert Hanßen. Das Haus bekommt allerdings eine neue Fassade, in Weiß und teilweise verklinkert. Dazu werden die Fenster bodentief sein, so dass sich Geldern an einen neuen, frischen Anblick wird gewöhnen müssen.

Das Konzept des Hotels, das deutlich preisgünstiger als das Mutterhaus sein soll, will mit wohnlichen und kompakten Zimmern den Business- wie den Freizeitgast ansprechen. Viel Wert wird auf moderne technische Ausstattung mit W-LAN, Klimaanlage und Entertainment gelegt. Marc Janssen: „Besonders begehrt werden wohl die Zimmer mit wunderbarem Blick auf den Mühlenturm sein“.

Es gibt eine offene Lobby mit Empfang, Bar und (auch für aushäusige Gäste geöffnete) Frühstückslounge. Unter dem Stichwort „Crowdworking Space“ gibt es einen Bereich mit Arbeitsplätzen, die von den Gästen zeitweise genutzt werden können. Marc Janssen: „Da wir dort nur Frühstück anbieten, wird die Gastronomie in der Innenstadt sicherlich von unserem Hotel profitieren.“

Eine starke Vernetzung mit dem Seepark ist angestrebt. Janssen: „Nun können wir weitere und größere Tagungen nach Geldern holen. Oft fehlt uns hier am See einfach die Zimmerkapazität.“

Besonders dankte die Hotelierfamilie Bürgermeister Sven Kaiser für sein Engagement für das Projekt. Der spielt den Ball zurück und freut sich mit Wirtschaftsförderer Tim van Hees-Clanzett über das neue Angebot. „Ein zentraler Ort Gelderns wird sich positiv weiterentwickeln.“ Zwar habe es im Prozess Höhen und Tiefen gegeben, nun freue man sich auf das neue Hotel.

Wie früher das Fianzamt verfügt das Hotel über einen eigenen Parkplatz vor dem Gebäude. Der vordere Bereich bleibt öffentliche Parkfläche wie gewohnt.

Engelbert Hanßen bestätigte auf Nachfrage, dass auch der Bauantrag für das benachbarte Hausärztezentrum eingebracht ist, so dass die Arbeiten zeitgleich erfolgen können..