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Archivare trafen sich in Straelen

Treffen der Archivare in Straelen : „Conservation-Kit“ für jedes Kommunalarchiv

Die Arbeitsgemeinschaft der Kommunalarchive im Kreis Kleve tagten erstmals nach zwei Jahren in Straelen zum Austausch von Informationen und Erfahrungen. Im Workshop wurde die Umgang des Notfallkoffers zur Sicherung oder Behebung kleiner Schäden erklärt.

(RP) Erstmals nach rund zweieinhalb Jahren tagte die Arbeitsgemeinschaft der Kommunalarchivare des Kreises Kleve in Präsenz stattfinden. Die Sitzungen, die normalerweise zweimal jährlich stattfinden, dienen den Archivaren der Kommunen als wichtige Grundlage zur Vernetzung und zum Austausch von Erfahrungen, Informationen und Neuigkeiten.

Die Organisation und Moderation im Straelener Rathaus hatte die Kreisarchivarin Beate Sturm übernommen. Gemeinsam mit Straelens Stadtarchivarin Claudia Kurfürst, begrüßte sie ihre Kollegen aus Geldern, Goch, Bedburg-Hau, Kranenburg, Kleve, Kalkar, Kerken, Issum, Rheurdt und Wachtendonk im Sitzungssaal.

Vor sieben Jahren wurde der Notfallverbund der Archive des Kreises Kleve unter Federführung des Kreisarchivs ins Leben gerufen, an dem sich nach und nach alle Kommunalarchive aus dem Kreis Kleve beteiligen wollen. Bestimmte Bedingungen zum Beitritt müssen zunächst erfüllt werden. So muss unter anderem die Priorisierung der Bestände erfolgen und die Fragen beantwortet werden: Was ist am wichtigsten? Was muss unbedingt gerettet werden? Auch die entsprechende Lagerung der Archivalien, die Begehungen mit der Feuerwehr, eine Notfallübung mit der Feuerwehr und das Umsetzen aller Anforderungen stehen auf der Agenda.

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Das gemeinsame Anliegen der Archive ist die koordinierte Notfallvorsorge und eine sachgerechte Hilfe im Notfall. Bei Feuer, Havarien oder in anderen Notlagen wird dann ein Notfallplan greifen, auf dessen Grundlage die Archivare gemeinsam die wertvollen Originale schneller und effektiver retten können. Wertvolles Kulturgut aus dem Kreis Kleve ist damit für die Zukunft besser geschützt.

Im Fokus der Zusammenarbeit der Archive stehen aktuell die Veränderungen, die die Einführung des digitalen Dokumentenmanagements (DMS) in den Kommunalverwaltungen mit sich bringen. Viele Archivare sind in ihren Verwaltungen aktiv daran beteiligt und verantworten die Schriftgutverwaltung, die Aktenpläne oder auch die Einführung eines digitalen Langzeitarchivs sowie die archivische Vorbewertung bei den verschiedenen elektronischen Fachverfahren in der Verwaltung und den Umgang mit hybrider Überlieferung (analog und digital).

Zu Gast in Straelen war Gregor Patt als Vertreter des Archivberatungs- und Fortbildungs- Zentrums (LVR). Das afz des LVR stellt den Archiven ein breitgefächertes Angebot bereit und informiert unter anderem über Fördermöglichkeiten für Bestandserhaltung und Restaurierung oder unterstützt bei der Antragsstellung bei der Landesinitiative Substanzerhalt (LISE) sowie der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK).

In einem Workshop stellte Restauratorin Anna Katharina Fahrenkamp vom LVR das sogenannte LVR-Conservation-Kit, einen Notfallkoffer für Erste Hilfe zur Sicherung oder Behebung kleiner Schäden an Archivalien vor. Er enthält die wesentlichen Materialen und Werkzeuge, die für eine selbständige Durchführung kleinerer Reinigungs- und Sicherungsmaßnahmen am Archivgut benötigt werden. Mit Blick auf den beim Umgang mit verschmutztem, eventuell mikrobiell kontaminiertem Archivgut in jedem Fall erforderlichen Gesundheitsschutz ist darüber hinaus auch „Persönliche Schutzausrüstung“ (PSA) enthalten. Jedes Kommunalarchiv erhielt am Ende ein Conservation-Kit.