Kerken Rat will dauerhaftes Wohnen am Eyller See ermöglichen

Kerken · So voll ist es selten im Michael-Buyx-Haus. Viele Anwohner der Ferienhaussiedlung am Eyller See wollten wissen, wie der Rat mit ihren Sorgen umgeht. Bürgermeister Dirk Möcking ließ die Tagesordnung ändern, damit die Anwohner nicht zu lange auf ihr Thema warten mussten.

Eine Tischvorlage zeigte, dass die Verwaltung, wie von der BVK und den Anwohnern beantragt und von allen Fraktionen im Ausschuss gefordert, bereit ist, ihr Anliegen zu unterstützen. Die Stellungnahme zur Änderung des Landesentwicklungsplanes (LEP) wurde dafür genutzt, die Möglichkeit einzufordern, dauerhaftes Wohnen zu erlauben. Der Rat entschied einstimmig.

Peter und Gabriele Rössel hatten am Dienstag in unserer Zeitung berichtet, um welche Dramatik es geht. Seit 18 Jahren wohnen sie in ihrem Haus. Zudem wohnt auch ihre Mutter Waltraut Groeters in der Siedlung. Wegen deren Pflegebedürftigkeit steht nun der Umzug nach Nieukerk an – finanziert durch den Verkauf der beiden Häuser. Doch potenzielle Käufer wurden jetzt von der Gemeindeverwaltung darauf hingewiesen, dass man dort nicht dauerhaft wohnen darf.

Für Rössels ist völlig offen, wie es weiter geht. Obwohl sie nur „geduldet“ sind, behandelt sie die Gemeinde wie jeden Kerkener. Sie zahlen die üblichen Abgaben und Steuern. Die Straße gehört der Gemeinde, wie andere Bauherren auch, haben die Eigentümer entsprechend Erschließungskosten gezahlt.

BVK-Fraktionsvorsitzender Bernhard Rembarz betonte, dass diese Entscheidung nur ein Teilaspekt und ein erster Schritt sei. Es gebe noch viele dicke Bretter zu bohren. Möcking versicherte, dass Rat und Verwaltung alles Mögliche tun werden, „um ihre Interessen zu wahren“.

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