1. NRW
  2. Städte
  3. Geldern

Alva Verheyen aus Geldern wurde im Schaltjahr geboren

Am Schalttag geboren : Achtjährige feiert zweiten Geburtstag

Alva Verheyen wurde am 29. Februar 2012 geboren. Weil es den Schalttag nur alle vier Jahre gibt, kann das Mädchen aus Hartfeld nur selten an ihrem „echten“ Geburtstag feiern. In diesem Jahr gibt es eine Übernachtungsparty.

In gewisser Hinsicht altert Alva Verheyen viel langsamer als gewöhnliche Menschen. Denn sie wurde am 29. Februar 2012 geboren und ist somit ein Schaltjahr-Kind. Das bedeutet für Alva Verheyen aus Hartefeld, dass sie nur alle vier Jahre Geburtstag hat. Offiziell würde sie erst ihr zweites Lebensjahr erreicht haben. „Ich hätte eigentlich gerne im Sommer Geburtstag, aber ich weiß, dass mein Geburtstag etwas Besonderes ist“, sagt Alva Verheyen. Diese Besonderheit sei ihr vor allem in der Schule aufgefallen. An einem Schultag haben sie und ihre Mitschüler notieren müssen, was an jedem Kind so besonders ist. „Ein Kind aus meiner Klasse hatte zum Beispiel ein Pferd. Ein anderes besitzt einen Hasen. Und ich habe am 29. Februar Geburtstag“, sagt sie.

Gefeiert wird immer am 1. März. Auch wenn einige Menschen, die ebenfalls am 29. Februar Geburtstag haben, beim Feiern den Monat nicht wechseln wollen und schließlich am 28. feiern, kommt das für Alvas Familie nicht in Frage. „Wir feiern den Geburtstag immer einen Tag nach dem 28. Februar. Sie hat doch am 28. noch gar nicht das Licht der Welt erblickt“, sagt Nina Verheyen, die Mutter von Alva. Eigentlich war ihr Geburtstermin für den 26. Februar angesetzt. Dass Alva nun ein Schalttag-Kind geworden ist, habe die Mutter erst viel später realisiert.

Alva war im Jahr 2012 eines von nur zwei Babys, die an diesem Tag im St.-Clemens-Hospital geboren wurden. Die Rheinische Post war damals vor Ort und besuchte Mutter und Kind nach der Geburt. Gegen acht Uhr morgens seien die Wehen von Nina Verheyen eingetreten und nur zwei Stunden später kam Alva schließlich auf die Welt. Da hatten Alvas Eltern gleich zwei Gründe zur Freude: „Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet, dass es ein Mädchen wird. Und schon gar nicht, dass sie an einem Schalttag geboren wird“, sagt Nina Verheyen. Denn bis zur Geburt wussten Nina Verheyen und ihr Mann nicht, ob es ein Mädchen oder Junge wird. Vom Gefühl her habe Nina Verheyen einen Jungen erwartet. Alva ist das zweite Kind von Nina Verheyen und ihrem Mann. Zu diesem Zeitpunkt hatte Alva einen zweijährigen Bruder namens Iven. Eifersüchtig auf das neue Schwesterchen sei er nicht gewesen, sagt die Mutter. Davor habe sie etwas Bedenken gehabt, wie sie 2012 der Rheinischen Post berichtete.

Auch wenn der Geburtstag ohne den 29. Tag jährlich nachgefeiert wird, gebe es einen Nachteil: „Wenn ich den Geburtstag meiner Tochter im Kalender eintragen möchte, wird es schwierig. Diesen Tag gibt es ja nicht“, sagt Nina Verheyen. Aber in diesem Jahr habe sie es in ihrem Kalender ganz groß vermerken können. Allen Grund für ein großes Fest. Alva möchte deshalb mit ihren Freunden reinfeiern. Sie gibt eine Übernachtungsparty. „Wir machen eine Nachtwanderung. Es gibt eine Schatzsuche und anschließend einen Filmabend“, sagt sie. Am Tag selbst bekommt Alva Besuch von ihrem Uropa. Darauf freue sie sich besonders. „Die Familie hebt mich immer mit einem Stuhl hoch. Ich freue mich auf die Geschenke und den Kuchen“, sagt Alva. Auf ihrer Wunschliste stehen Haustiere und ein Rehkuscheltier. Am liebsten hätte sie zwei Hasen.

Kurios: Seit dem Jahr 2000 wurden in Nordrhein-Westfalen in den Schaltjahren am 29. Februar im Schnitt weniger Kinder (380 je Tag) geboren als im langjährigen Durchschnitt aller Kalendertage der letzten 19 Jahre (431 Kinder je Tag). das belegen die Zahlen des Landesbetriebs Information und Technik NRW. Über 10.000 Menschen in NRW feiern am 29. Februar ihren Geburtstag.

Weitere Geschichten rund um den 29. Februar lesen Sie hier.