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Als Rentner noch Bufdi beim Gewässerschutz

Michael Cohausz aus Rees-Mehr : Als „Bufdi“ die Gewässer schützen

Als Rentner suchte Michael Cohausz nach einer Aufgabe. Er meldete sich zum Bundesfreiwilligendienst. Ein halbes Jahr lang unterstützte er Infostände beim VSR-Gewässerschutz. Der Mann aus Rees-Mehr war von der Aufgabe begeistert.

Die Arbeitswelt hinter sich lassen und den Ruhestand genießen – darauf freute sich auch Michael Cohausz aus Rees-Mehr. Doch er wollte lieber aktiv bleiben und die Zeit mit sinnvollen Tätigkeiten ausfüllen. Als er zufällig einen Artikel über den Bundesfreiwilligendienst (Bufdi) beim VSR-Gewässerschutz las, war ihm sofort klar: Ein halbes Jahr als Bufdi für den Umweltschutz,  das ist es.  Cohausz fasste schnell den Entschluss, den VSR-Gewässerschutz tatkräftig zu unterstützen. Der gemeinnützige Verein in Geldern sucht jedes Jahr Bundesfreiwillige in Teilzeit, die Lust haben, das Team bei den Fahrten mit dem Labormobil zu unterstützen. Das Labormobil tourt durch ganz Deutschland und bietet zahlreiche Informationsstände an. Ob Ein- oder Mehrtagestouren – die Mitglieder der gemeinnützigen Umweltschutzorganisation freuen sich über die Unterstützung von Bundesfreiwilligen an den Informationsständen der Labormobile.

Michael Cohausz begleitete Harald Gülzow vom VSR-Gewässerschutz bei einigen Veranstaltungen in ganz Deutschland und empfand seine Einsätze als sehr abwechslungsreich. „Wir starteten unsere Touren mit dem Labormobil am Sonntagnachmittag, und Mittwochabend war ich wieder zu Hause. In diesen drei Tagen wurden fünf Infostände durchgeführt“, beschreibt  Cohausz den Ablauf der Mehrtagestouren. Vorkenntnisse brauchte er nicht mitbringen – es wurde im Team gearbeitet, und eine intensive Einarbeitung war gewährleistet.

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Die Mitglieder des gemeinnützigen Vereins VSR-Gewässerschutz touren regelmäßig mit ihren Labormobilen durch ganz Deutschland. An den zahlreichen Infoständen können die Umweltschützer Bürgern aufzeigen, wie wichtig der Gewässerschutz ist. Da vor Ort auch Untersuchungen für Brunnenwasser angeboten werden, sind die Veranstaltungen regelmäßig sehr gut besucht. So können die Gewässerexperten viele Menschen erreichen und über Belastungen aufklären. Die Messwerte vom eigenen Brunnen verdeutlichen dem Einzelnen die Notwendigkeit des Schutzes von Grund- und Oberflächenwasser.

Michael Cohausz profitierte auch privat von den interessanten Einsätzen. „Nach getaner Arbeit an den Infoständen hatte ich frei und sah mich vor Ort ein wenig um. Als Wohnmobilist konnte ich mir auf diesen Reisen viele schöne Stellen in Deutschland ansehen. Besonders schöne Orte, Restaurants und Übernachtungsplätze habe ich dann in meinem Urlaub mit meiner Frau zusammen noch einmal besucht“, begeistert sich der engagierte Rentner.

Als Abschluss der Fahrten mit dem Labormobil stand für den Bundesfreiwilligen noch ein Seminar an, das er direkt über den VSR-Gewässerschutz absolvieren konnte. Er lernte dort viel und berichtet begeistert: „Im Herbst sind wir für das Seminar in ein Hochmoor gefahren. Nicht nur, dass ich einen Einblick in die Schönheit dieser Landschaft erhalten habe – in gemeinsamen Gesprächen wurde mir auch die Bedeutung der Moore für Klima- und Gewässerschutz klar. Durch den Besuch eines Moormuseums und durch Informationen der dortigen Mitarbeiter erfuhr ich viele interessante Sachen.“

Der VSR-Gewässerschutz würde sich auch in diesem Jahr wieder über die Unterstützung mehrerer engagierten Menschen freuen. Start wäre Ende April 2022 – bewerben können sich Menschen, die sich beruflich neu orientieren möchten oder bereits im Ruhestand sind. Beim Bundesfreiwilligendienst gibt es keine Altersbeschränkung nach oben. Auch Bezieher einer Erwerbsminderungsrente können einen Bundesfreiwilligendienst absolvieren und sind beim VSR-Gewässerschutz willkommen.