Geldern: All'Arco zieht von Geldern nach Pont um

Geldern : All'Arco zieht von Geldern nach Pont um

Kirmesmontag erwarten Pietro und Silke Antoniazzi zum letzten Mal im Haus Dorenkamp ihre Gäste. Im Juni werden sie dann den früheren Lemkes Hof wieder eröffnen. Das Konzept soll bleiben. Ein zusätzlicher Ruhetag ist geplant.

Das Gerücht tauchte in den vergangenen Jahren immer wieder auf: All'Arco zieht von Geldern nach Pont in den Lemkes Hof um. Genauso oft erklärten alle Beteiligten, dass daran nichts dran ist. Nun also doch: Pietro und Silke Antoniazzi sagten gestern im Gespräch mit unserer Redaktion, dass sie am Kirmesmontag zum letzten Mal im Haus Dorenkamp ihre Gäste bewirten werden. Im Juni werden sie dann den früheren Lemkes Hof wieder eröffnen.

Ein bisschen Wehmut liegt im Raum, wenn sie auf ihre Zeit im Haus Dorenkamp zurückblicken. "Wir sind Thomas und Sabine sehr dankbar, dass sie es uns 2005 ermöglicht haben, dieses tolle Haus zu übernehmen", blicken sie zurück. Auch Heiner und Bernd Dorenkamp hätten ihnen nach dem Tod von Thomas ermöglicht, das Geschäft weiterzuführen. Es seien sehr gute Jahre an der Burgstraße gewesen. Doch nun sei s für sie an der Zeit, noch einmal einen Neuanfang zu wagen. Beide betonen, dass es ihr eigener Entschluss ist, den Standort zu wechseln.

Für All'Arco wird das der vierte Umzug in der über 30-jährigen Geschichte. 1981 begann der Vorgänger und damalige Chef von Pietro Antoniazzi auf der Issumer Straße. 1986 übernahm "Piero" das Lokal. Bis 1999 ging es für ihn unzählige Male über die Treppe rauf und runter, bis 1999 der Umzug nach Veert erfolgte. Dort musste All'Arco wegen der Ausbaupläne von Lidl weichen. So gab es 2005 den Umzug ins Haus Dorenkamp. Thomas Dorenkamp hatte zuvor aus seinem Elternhaus ein Restaurant mit großem Biergarten gemacht. 14 Jahre lang war er dort erfolgreich, zuletzt auch mit den ersten After-Work-Partys, die Gäste aus der ganzen Region nach Geldern brachten. Der Lemkes Hof in Pont steht seit Sommer 2015 leer. Georg Raeth und seine Frau Susanne hatten das Lokal 2001 übernommen und zu einem angesagten Treffpunkt gemacht. Sie beschlossen jedoch, sich auf ihr Bestattungsunternehmen zu konzentrieren.

In Pont wollen Pietro und Silke Antoniazzi ihr erfolgreiches Konzept mit der Mischung aus Pizzeria und Restaurant weiterführen. Einen zusätzlichen Ruhetag werden sie sich aber gönnen. Für das Lokal wollen sei den vorderen Bereich mit der Theke wie den Saal nutzen. In Sachen Mittagstisch wollen sie schauen, wie gut er in Pont angenommen wird. Der Großteil des vertrauten Teams geht mit, ebenso haben in den vergangenen Tagen viele Stammgäste ihre Treue zu All'Arco erklärt.

Über andere Nutzungen des großen Geländes an der Bahnstrecke, auf dem lange Zeit auch ein Festzelt stand, war in den vergangenen Jahren immer mal wieder spekuliert worden. Nach RP-Informationen gibt es noch keine Festlegung.

(RP)
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