Geldern: Ärger über schlechten Service der NW-Bahn

Geldern : Ärger über schlechten Service der NW-Bahn

Eine kleine Odyssee hat Jürgen Jahnke hinter sich. Eigentlich wollte er nur eine Bearbeitungsgebühr an die Nordwest-Bahn überweisen, doch zwischen dem Vorhaben und dem Geldtransfer standen diverse Schriftwechsel und langwierige Telefonate.

Begonnen hatte der Ärger damit, dass die Tochter von Jahnke ihr Schokoticket nicht eingesteckt hatte und auf dem Weg nach Krefeld prompt kontrolliert wurde. Sie müsse ihr Ticket nur nachreichen und eine Bearbeitungsgebühr zahlen, wurde ihr gesagt, dann sei die Sache erledigt.

Also ging Jahnke mit seiner Tochter und dem Ticket zum Bahnschalter, wurde aber abgewiesen. Denn das Ticket wurde nicht von der Bahn, sondern vom Verkehrsverund Rhein-Ruhr (VRR) ausgestellt. Eine Kopie an die Nordwest-Bahn konnte ebenfalls nicht helfen, "da können wir nicht den Chip auslesen", wie NW-Bahn-sprecherin Katrin Hofmann erklärt. In Krefeld schließlich erhielt Anna Katharina, die 16-jährige Tochter Jahnkes, die Bescheinigung über ihr gültiges Ticket.

Bearbeitungsgebühr

Blieb noch das Problem mit der Bearbeitungsgebühr. Zwar bekam Jahnke als Erziehungsberechtiger einen Brief von der NW-Bahn, aber in dem stand nicht, wie viel er überweisen sollte. Er rief die Servicehotline an. "Entweder war besetzt, oder ich bin in endlosen Warteschleifen gelandet", sagt Jahnke. "Zwischendurch wurde sogar einfach aufgelegt." Als er schließlich jemanden an der Strippe hatte, gab es erst die Information, dass sieben Euro fällig werden, dann waren es plötzlich nur 2,50 Euro.

"Das liegt daran, dass der VRR sehr kulant ist und nur 2,50 Euro erhebt, sonst sind es sieben Euro", sagt Katrin Hofmann. "Das ganze Hin und Her ist für den Kunden natürlich sehr ärgerlicht", sagt die Unternehmenssprecherin, "und auch Hotlines sind eigentlich dazu da, dass man dort jemanden erreicht, und nicht in der Warteschleife landet."

(RP/jul)