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Absage von EPS-Umzug nach Lüllingen: Privatdetektiv soll Absender von anonymer E-Mail finden

Absage von Großprojekt in Lüllingen : Privatdetektiv soll Absender von anonymer E-Mail finden

Der Gelderner Privatdetektiv Stephanus Krenn soll herausfinden, wer die anonyme E-Mail an den wichtigen Kunden des Pflanzenhandels EPS geschickt hat. Der Brief hatte die Umzugspläne nach Lüllingen zerstört.

Wegen einer anonymen E-Mail an einen wichtigen Kunden hat die Firma EPS aus Kevelaer ihren Umzug nach Lüllingen abgesagt. Der Gelderner Privatdetektiv Stephanus Krenn soll nun herausfinden, wer der Absender war. Das teilte er am Dienstag mit.

Beauftragt wurde er von der neu gegründeten Interessengemeinschaft (IG) Lüllingen. 14 Gegner und Befürworter hätten sich zusammengetan, um den Absender ausfindig zu machen. Federführend sei Ortsbürgermeister Kurt Münster, der am Dienstag nicht mehr für eine Stellungnahme erreichbar war.

Krenn berichtet, er habe den Auftrag, den Absender „mit allen legalen Mitteln zu finden und zur Stellungnahme zu bewegen“. Die IG wolle Strafanzeige stellen und Schadenersatz fordern. Melde sich der Absender freiwillig, so wolle man voraussichtlich von einer Strafanzeige absehen. Derzeit sammle Krenn Unterlagen und wolle versuchen, die E-Mail-Adresse zurückverfolgen zu lassen. Noch mehr aber setze er auf Gespräche im Dorf. „Irgendwann wird der Absender irgendwo was fallen lassen“, ist sich Krenn sicher. „Das hält der nicht geheim. Es ist nur eine Frage der Zeit.“

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Eigentlich wollte Norbert Engler, Geschäftsführer von EPS, mit seinem Pflanzenhandel von Kevelaer nach Lüllingen ziehen. Aufgrund des Briefs an den größten Kunden des Unternehmens wurde das Projekt zurückgezogen. Engler spricht von einem „Eingriff in den Geschäftsbetrieb“. Unterzeichnet war die E-Mail von der „Dorfgemeinschaft“.