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Gelderland: 69.000 dürfen ihre Stimme abgeben

Gelderland : 69.000 dürfen ihre Stimme abgeben

Bei der Kommunalwahl treten in vier der fünf Städte und Gemeinden des südlichen Gelderlandes die etablierten Ratsparteien an. In Geldern drängen neu die Piraten und Linke ins Parlament. Straelener wählen auch Bürgermeister.

Nähmen alle Gelderner, Straelener, Issumer, Kerkener und Wachtendonker am 25. Mai ihr Kommunalwahlrecht wahr, käme eine würdige Länderspielkulisse zusammen. Nicht weniger als 69.000 dürfen in den fünf Städten und Gemeinden des südlichen Gelderlandes ihre Stimme abgeben. Die meisten von ihnen haben die Wahl zwischen etablierten Parteien

In Geldern dürfen 28.228 Bürger ihre Stimme abgeben, 1792 von ihnen zum ersten Mal. Entscheiden können sie sich dabei zwischen sechs Parteien. Neben den bereits im Rat vertretenen, CDU, SPD, FDP und Grüne treten auch die Piraten und die Linke an. Letztere hatten bei der Kommunalwahl vor fünf Jahren bereits einen Sitz bekommen, doch der damalige Ratsherr Vural Parmak verließ die Partei kurz darauf und schied schließlich auch aus dem Rat aus. Angeführt werden die Listen von Stephan Wolters (CDU), Hejo Eicker (SPD), Alexander Alberts (FDP), Wieland Fischer (Grüne), Maria Stern (Linke) und Markus Peukes (Piraten). Alle Parteien haben es jeweils geschafft, Kandidaten für die 20 Wahlbezirke aufzustellen.

In Straelen dürfen die 13.252 Wahlberechtigten, darunter 938 Erstwähler, nicht nur über den neuen Stadtrat abstimmen. Sie entscheiden zugleich darüber, wer als Bürgermeister Nachfolger (oder Nachfolgerin) des im vorzeitigen Ruhestand befindlichen Jörg Langemeyer wird. Für die CDU tritt Erster Beigeordneter Hans-Josef Linßen an, für die SPD Falko Schuster, für die Freien Wähler Michael Traurig und für FDP und Grüne als gemeinsame Kandidatin Kirsten Meyn.

Schuster und Traurig führen auch jeweils die Reservelisten ihrer Partei an. Bei der CDU nimmt Fraktionsvorsitzende Britta Miltner den Spitzenplatz ein, bei der FDP ihr Amtskollege Dirk Steiner und bei GO/Grünen Stefan Kemmerling.

Alle fünf Parteien konnten alle 16 Wahlbezirke mit Kandidaten besetzen. Die Freien Wähler mussten allerdings Unterstützungsunterschriften sammeln, da sie in Straelen erstmals bei der Kommunalwahl antreten und nicht während der gesamten Wahlperiode im Rat vertreten waren.

In Wachtendonk treten alle im Gemeinderat vertretenen Parteien erneut an: CDU, SPD, Bündnis 90/Grüne, FDP, WBV und WWG sind mit Kandidaten in allen zwölf Bezirken vertreten. Joachim Oomen führt die Wahlliste der CDU an. An Position eins bei der SPD steht Hans-Joachim Ebel, bei Bündnis 90/Grünen Ludwig Ramacher, bei der FDP Paul Schoemakers, bei der WBV Ruth Bechler und bei der WWG Matthias Küppers. Es gibt 6682 Wahlberechtigte in der Gemeinde. 396 Wachtendonker und Wankumer dürfen am 25. Mai zum ersten Mal an die Wahlurne.

Stabile Verhältnisse scheint es auch in der Gemeinde Kerken zu geben, jedenfalls was die Zahl der Parteien betrifft, die zur Kommunalwahl antreten. Es gibt keine neuen Partei-Bewerber. Also bleibt es bei CDU, SPD, BVK und FDP. Von den vier Parteien werden alle Wahlbezirke mit Direktkandidaten besetzt. Die Reserveliste wird angeführt von Renate Fürtjes (CDU), Hermann Heinemann (SPD), Stephan Dicks (BVK) und Michael Molderings (FDP). In dieser Gemeinde dürfen 10 800 Bürger zur Wahlurne schreiten. Davon sind bei der Kommunalwahl 2014 genau 718 Erstwähler.

Ähnliches gilt für die Gemeinde Issum. Es treten wieder die etablierten Parteien an. Es sind CDU, SPD und FDP. Auch in Issum bewerben sich in allen Wahlbezirken Kandidaten aus den genannten Parteien um ein Direktmandat. Insgesamt 10.038 Bürger sind dort wahlberechtigt. Davon geben 648 Bürger erstmals ihre Stimme ab. Die Reservelisten werden angeführt von Margret Keusen (CDU), Jochen Lischewski (SPD) und Bernd Kuse (FDP).

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(RP)