57 neue Land- und Baumaschinenmechatroniker am Niederrhein

Handwerk : 57 neue Spezialisten für Landtechnik

Obermeister Franz-Josef Schulte erhob Land- und Baumaschinenmechatroniker vom Niederrhein in den Gesellenstand.

Insgesamt 57 Land- und Baumaschinenmechatroniker vom gesamten Niederrhein sind jetzt in Uedem losgesprochen worden. Franz-Josef Schulte, Obermeister der Innung für Land- und Baumaschinentechnik Niederrhein, erhob sie vor rund 250 Gästen in den Gesellenstand. „Für Sie geht nun auch offiziell ein ganz wichtiger Lebensabschnitt erfolgreich zu Ende, der Ihnen zugleich neue und vielversprechende Wege und Perspektiven eröffnet“, sagte Schulte. Angesichts der rasanten technischen Fortschritte appellierte der Obermeister an den Nachwuchs, auch künftig am Ball zu bleiben: „Nutzen Sie jede Form der beruflichen Weiterbildung“, betonte er.

Das sah auch Rolf Meurer so. Der Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Niederrhein beglückwünschte die neuen Gesellen zu ihrer Entscheidung, eine Ausbildung im Handwerk zu machen, „noch dazu in einem kreativen Beruf mit besten Zukunftsaussichten“. Für einige könnte das Ablegen der Meisterprüfung ein lohnendes Ziel sein und damit die Chance, einen eigenen Betrieb zu gründen oder einen bestehenden zu übernehmen. Auch die Qualifikation zum Betriebswirt des Handwerks biete sich an. „Es ist noch einiges drin für Sie, wenn Sie es denn wollen“, sagte Meurer.

Gerade der Beruf des Land- und Baumaschinenmechatronikers sei spannend, erklärte der Kreishandwerksmeister: „Vom schweren Gerät bis zum Rasenmäher, vom Schlosserhammer und Schweißgerät bis zum Laptop – die Bandbreite Ihres Berufes ist gewaltig. GPS-gesteuerte Schlepper, Vollernter, Mähdrescher oder die große Palette der Baumaschinen – all das ist heute ohne Elektronik und ohne den Einsatz von Computern nicht mehr zu bewältigen.“ Ein Ende der Innovationen sei nicht in Sicht. Deshalb hätten die Gesellen mit ihrer Berufswahl ins Schwarze getroffen: „Sie sind unentbehrlich für die Produktivität und Effizienz in der Landwirtschaft und auf den Baustellen“, betonte Meurer.

Ihren Traumberuf hat auch Jamie Jaqueline Szymiczek gefunden, die einzige weibliche Absolventin des Jahrgangs. „Ich habe früher schon gerne an Rollern geschraubt“, erzählt die 21-Jährige. Da war nach der Realschule und während eines berufsvorbereitenden Jahres schnell klar: Sie wollte ins Handwerk. „Ich möchte mit Kopf und Hand arbeiten“, sagt die Gesellin. Bei der Vengels Bau- und Industriemaschinen GmbH in Wesel lernte sie, wie sie Bagger, Radlader oder Holzhäcksler wartet und repariert. „Ich finde es toll, dass jeden Tag eine neue Herausforderung auf mich wartet“, schwärmt die Land- und Baumaschinenmechatronikerin. Die junge Frau bleibt nun als Gesellin in ihrem Ausbildungsbetrieb und möchte hier noch weitere Erfahrungen sammeln.

Glückwünsche an die Gesellen überbrachte auch Uedems Bürgermeister Rainer Weber. Er freute sich, dass die Innung für Land- und Baumaschinentechnik ihre große Lossprechungsfeier seit Jahren in Uedem veranstaltet. Rund 230 Auszubildende erlernen in den Betrieben am Niederrhein den Beruf, etwa 90 Betriebe gehören der Innung an.

(NGZ)
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