40. Feuerwehrfest in Sevelen auf dem Sportplatz am Koetherdyck.

Feuerwehrfest : Nachwuchslöschkräfte in Sevelen

Beim 40. Feuerwehrfest auf dem Sportplatz am Koetherdyck wurde vor allem für die jungen Besucher viel geboten. Doch auch die Erwachsenen waren begeistert. Das Publikum ließ sich von dem regnerischen Wetter nicht schrecken.

Einmal im Feuerwehrauto mitfahren – dieser Kinderwunsch wurde am Samstag auf dem Sportplatz am Koetherdyck zigfach erfüllt. Denn eine Runde auf dem Löschfahrzeug, inklusive Betätigen der Feuerwehrsirene, gehörte zu den Attraktionen beim Fest des Löschzugs Sevelen. Zum 40. Mal fand diese Veranstaltung statt, und sie hat an Beliebtheit nichts eingebüßt.

„Wir haben bei der Feuerwehr-Kinderolympiade immer so 170 bis 200 Teilnehmer“, berichtete stellvertretender Löschzugführer und Gesamtwehr-Pressesprecher Bernd Manders beim Blick auf das weitläufige Gelände. Und dieser Wert wurde auch jetzt wieder trotz des regnerischen Wetters erreicht.

Vier Disziplinen mussten die Jungen und Mädchen absolvieren. An den ersten beiden Stationen ging es darum, den Wasserstrahl auf die Fenster und sonstigen Öffnungen in „brennenden“ Häusern zu richten. Gelang das, blinkte ein Blaulicht. „Das ist nicht schwer, aber man muss den Schlauch gut festhalten“, sagte die vierjährige Elen, als sie in einer langen Schlange auf ihren Start beim dritten Spiel wartete. Dort musste man mit dem Wasserstrahl in einen Trichter treffen, um einen darunter stehenden Eimer zu füllen. Ehrensache, dass die Feuerwehrleute den Nachwuchslöschkräften nicht nur dort beim Justieren der Rohre halfen. Spiel vier war ein Scheibenschieben, bei dem Holzplatten in fünf Schächte am Ende der Bahn gelenkt werden mussten.

Egal, wie viele Punkte die Kinder erzielten: Am Ende ging niemand leer aus. Es gab neben einer Urkunde ein Gratis-Eis als Belohnung.

Für den Löschzug ist das Fest natürlich auch Nachwuchswerbung. Denn je mehr junge Menschen sich für den Eintritt in die Jugendfeuerwehr entscheiden, desto größer das Reservoir für die Brandbekämpfer. 17 Kinder im Alter von zehn bis 17 Jahren gehören zurzeit der Jugendfeuerwehr der Gesamtwehr Issum an. Der Löschzug Sevelen mit derzeit 41 Aktiven wird laut Manders im nächsten Jahr mit zwei Kräften aus der Jugendfeuerwehr verstärkt. „Wir haben noch keine großen Nachwuchssorgen.“ Wo die ab 18-Jährigen in die aktive Mannschaft kommen, richtet sich nach dem jeweiligen Wohnort.

Auch Quereinsteiger hat die Feuerwehr über ihr Fest schon gewinnen können. Denn die Väter, beobachtet Manders immer wieder, sind mit ebensolcher Begeisterung bei der Sache wie ihre Kinder.

Informationen, die Leben retten können, werden während des Feuerwehrfests auch vermittelt. Auf der Hüpfburg, die neben dem Hau-den-Lukas steht, prangt die Notrufnummer 112. „Wir werben auch für den Rauchmelder“, sagt Manders. Denn noch herrsche bei vielen Aufklärungsbedarf. Etwa darüber, dass jeder Wohnraum und Flur mit solch einem Melder ausgestattet werden muss. Und es wird den Besuchern eingeschärft, im Brandfall nicht selber Feuerwehrmann zu spielen, sondern die Fachleute über die 112 zu alarmieren und sich und andere in Sicherheit zu bringen. Manders: „Es kann alles ersetzt werden, ein Leben aber nicht.“

Am Bierpavillon und am Grillstand wurden die Besucher versorgt. „Hier unterstützen uns unsere Frauen, Alt und Jung arbeiten zusammen“, merkte Manders dankbar an. Abends war Party angesagt. Die River Disco sorgte für Musik. Und es gab den extra kreierten „40er Cocktail“. Auf Erdbeerbasis, mit Rot als dominierender Farbe.

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