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Geldern: 2121 Hydranten im Stadtgebiet

Geldern : 2121 Hydranten im Stadtgebiet

Nach dem verheerenden Großbrand in Krefeld ist an der Löschwasserversorgung heftige Kritik aufgekommen. In Geldern ist es Aufgabe der Stadtwerke, die Hydranten im Stadtgebiet zu unterhalten.

Auf welcher Grundlage die Instandhaltung erfolgt, erläutert Heinz Josef Freitag, Geschäftsführer der Stadtwerke Geldern, im Gespräch mit RP-Mitarbeiterin Jasmin Maus.

Warum sind die Stadtwerke für die Kontrolle der Hydranten zuständig?

Heinz Josef Freitag Zunächst einmal gilt, dass die Stadt sämtliche Feuerschutzleistungen — also auch die Bereitstellung von Löschwasser — sicherstellen muss. In Geldern wurde vor elf Jahren allerdings vertraglich festgelegt, dass die Stadtwerke als Netzbetreiber diese Aufgabe ergänzend zum Grundschutz der Stadt übernehmen. Lediglich große Betriebe sind — im Rahmen des Objektschutzes — für den Zustand ihrer Feuerlöscheinrichtungen selbst verantwortlich.

Welche Regelungen müssen Sie bei der Wasserversorgung beachten?

Freitag Wir haben einen Löschwassermengenplan erstellt, der der Stadt zur Verfügung gestellt wurde. Dieser legt fest, wie viel Löschwasser an welchen Stellen im Stadtgebiet zur Verfügung gestellt werden kann. In Wohngebieten gilt etwa ein Wert von 48 Kubikmetern in der Stunde.

Wie viele Hydranten gibt es?

Freitag Aus 2 121 Hydranten kann im Stadtgebiet Geldern Löschwasser aus dem Trinkwassernetz, das rund 350 Kilometer umfasst, entnommen werden. Die Stadtwerke benötigen diese Hydranten auch für ihre Unterhaltungsarbeiten.

Welche Regeln gelten für die Wartung der Hydranten?

Freitag Die Instandhaltung der Hydranten erfolgt auf Grundlage von Arbeitsblättern, die vom Verband der Gas- und Wasserwirtschaft ausgearbeitet werden. Laut diesen Vorgaben müssen die Hydranten spätestens einmal in vier Jahren auf ihre Funktionsfähigkeit hin überprüft werden. Wir führen diese Kontrollen allerdings alle zwei Jahre durch. Deshalb können Bürger davon ausgehen, dass in Geldern von den Stadtwerken eine optimale Grundlage für die Löschwasserversorgung geschaffen wird.

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(RP/rl)