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Weihnachtsdorf des SSV Erkrath macht Lust aufs Fest

Toni-Turek-Stadion : Weihnachtsdorf macht Lust aufs Fest

Beim SSV Erkrath sind es vor allem Trainer-Ehefrauen oder ehemalige aktive Spieler, die sich bei der beliebten Veranstaltung einbringen.

Wenn der SSV (Spiel- und Sportverein) Erkrath 1919 ins achte Winterdorf am Toni-Turek-Stadion einlädt, dann treffen sich vor allem ehemalige und aktive Fußballer. Und in diesem Jahr wird zudem der 100. Geburtstag des Fußballvereins gefeiert, der dabei auch seine enge Verbundenheit mit Toni Turek, dem Erkrather Fußball-Nationaltorwart der 50er Jahre zelebriert.

Das Weihnachtsdorf am Wochenende aber stand vor allem im Zeichen von Kinderunterhaltung an den diversen Buden und den abendlichen Musikband-Angeboten. „Abends ist hier der Bär los“, sagt Holger Johan vom SSV-Vorstand. Sein Sportler-Herz schlägt für den SSV. Von 2012 bis 2016 war er Präsident. Er kennt alle Aussteller, denn zumeist sind es Trainer-Ehefrauen oder ehemalige aktive Spieler, die sich für die Weihnachtsdorf-Idee einbringen.

300 Mitglieder habe der Verein, weiß Holger Johan, davon seien 100 Kinder aktive Kicker. Es könnten ruhig noch mehr sein, meint er, denn der Verein lege Wert auf gute Trainer-Ausbildung und kindgerechten Sport. „Die Kinder sollen Spaß haben“, sei die Devise im Verein, sagt Holger Johan. Und darum ist bei jedem SSV-Winterdorf-Ereignis auch Schneefall garantiert. Zwar kein echter, aber die Schneemaschine produziert wirklich dicke, fette Schneeflocken.

Aus Bornheim bei Bonn wird die Maschine jedes Jahr nach Erkrath geholt. Die Kinder freut es. Ein weiteres Highlight im Dorf ist der Nikolaus im Catcar, der ferngesteuert seine Runden dreht. Für dieses Vergnügen sorgen die RC-Freunde Alt-Erkrath. Sie hatten zudem ferngesteuerte Spielzeugautos mitgebracht, die auf einer liebevoll aufgebauten Racing-Strecke gefahren werden konnten. Die Racing-Freunde Thomas Kaldenhoven, Roberto Netto, Rainer Krütt, Ralf Stupp und reiner Schobsky waren rührend besorgt, um den jungen und alten Racing-Anfängern das richtige Fahrgefühl für die Mini-Autos zu vermitteln.

Als nächstes werden sie im kommenden Frühjahr (26. April 2020) sogar mit ihren Gefährten auf dem Düsseldorfer Straßenmarathon-Lauf vor dem Apollo-Theater stehen. Die Weihnachtsbuden-Beschickerin Ursula Eltgen ist schon zum siebenten Mal beim Winterdorf und verkauft Schwippbögen. Ihr Mann Harald ist ehrenamtlicher Schiedsrichter im Verein. Und Monika Preuß verkauft schon seit Jahren ihre Brotaufstriche und Gestricktes. Zudem hat sie in diesem Jahr ihre ganz persönliche Tombola organisiert.

Mit dem Erlös unterstützt sie bedürftige Rentner in Erkrath. „Viele klagen mir ihr Leid“, berichte Monika Preuß. Jahrelang saß sie in einem Erkrather Supermarkt an der Kasse und wegen ihrer Anteilnahme kennt sie viele alte Menschen persönlich. „Es ist erschreckend, wieviel alte Menschen mit ganz wenig Geld auskommen müssen“, hat sie erfahren. Enkelsohn Miguel und Schwiegertochter Raquel sind eifrige Losverkäufer.