Erkrath: Weihnachtsbasar im Sozialkaufhaus

Erkrath: Weihnachtsbasar im Sozialkaufhaus

"Kinder spenden für Kinder": Dem Aufruf des SKFM folgten viele Jungen und Mädchen.

Seit Montag, 11 Uhr, ist im Sozialkaufhaus "Rundum" wieder der Weihnachtsbasar eröffnet. Bereits im fünften Jahr führt der SKFM seine Weihnachtsaktion "Kinder spenden für Kinder" durch, um finanziell schwächeren Familien den Kauf günstiger Spielsachen für ihre Kinder zu ermöglichen. Es ist eine Kooperation zwischen "Rundum" und den Erkrather Kitas, die für positive Effekte für alle sorgt.

Durch die Teilnahme an "Kinder spenden für Kinder" lernen die Kita-Besucher etwas für's Leben. Nämlich dass es nicht alle so gut haben wie man selber, und dass es genauso schön sein kann, Sachen abzugeben wie Sachen zu bekommen. Schon während der Vorstellung der Aktion im Familienzentrum St. Johannes hätten sich die ersten Kinder gemeldet, sie hätten da noch Spielzeug, das sie spenden wollten, erzählt Erzieherin Anita Burchart. Jeder hat doch Sachen, die er lange nicht mehr angefasst hat, oder aus denen er "rausgewachsen" ist. Solange sie gut erhalten sind, eignen sich solche Sachen ideal für den Spendenbasar. Die Kinder bringen ihre Spielzeuge in die Kitas, wo sie von den Mitarbeitern des Sozialkaufhauses abgeholt werden.

Letztere sind die zweite Gruppe, die von der Aktion profitierten. Die Mitarbeiter sind Langzeitarbeitslose, die über ihre Tätigkeit für den SKFM wieder ans Berufsleben herangeführt werden. Mit den Erlösen aus "Kinder spenden für Kinder" wird die weitere Sozialarbeit finanziert. Schließlich sind da die Käufer, Alleinerziehende, Familien, die von Hartz IV leben, und neuerdings auch Flüchtlinge sind die Zielgruppe, die so trotz knapper Kassen schönes für unter den Weihnachtsbaum finden. Und die Nachfrage ist groß, sagt Fachbereichsleiterin Therese Heimes. Besucher des Rundum hätten schon vergangene Woche die Tische mit den Spielsachen entdeckt und am liebsten eingekauft.

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Viele gute Spenden seien in diesem Jahr zusammengekommen, freut sich Heimes, auch wenn es etwas weniger als 2014 sei. Kleidung etwa sei so gut wie gar nicht abgegeben worden. "Durch die Flüchtlingskrise gehen Sachspenden in diesem Jahr auch woanders hin", beobachtet Matthias Königsberg vom Sozialdienst des Rundum. Trotzdem sei man "voll zufrieden". Konkurrenzdenken zwischen gemeinnützigen Organisationen wäre auch sicher der falsche Ansatz.

Voll zufrieden schienen auch die Hauptpersonen der Aktion. Zehn Kinder aus St. Johannes kamen zur Eröffnung, es gab Waffeln und Getränke und zum Schluss noch einen Schoko-Nikolaus von Hauswirtschafts-Mitarbeiterin Katja Geisler. "Unser Anliegen ist es, dass Kinder anderen Kindern ermöglichen, mit strahlenden Augen Weinachten zu feiern", fasst Therese Heimes zusammen.

(tpp)
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