Erkrath: Was wird aus dem Wimmersberg: Wohnen oder Gewerbe?

Erkrath: Was wird aus dem Wimmersberg: Wohnen oder Gewerbe?

Die Überlegungen zur Weiterentwicklung des Gewerbegebietes am Wimmersberg gehen weiter. Nun wurden im Planungsausschuss die Ergebnisse einer Verkehrsuntersuchung durch das Büro Runge vorgestellt.

Noch wichtiger ist aber das Argument der künftigen Nutzung des Gewerbegebietes. Würde die Verbindungstraße gebaut, könnte dort wegen der Verkehrsbelastung kein Wohngebiet mehr entstehen. Sowohl Runge als auch die Stadtverwaltung sehen aber in einer Wohnnutzung in Verbindung mit verdichtetem Gewerbe als Puffer zur Bahnlinie die attraktivere Variante gegenüber einer reinen Gewerbenutzung.

Das Areal am Wimmersberg biete mit seiner Nähe zur Innenstadt und zum Bahnhof eine gute Wohnlage. Rund 130 Wohneinheiten könnten dort entstehen. Das Wohngebiet würde erschlossen über eine Stichstraße vom Kreisverkehr aus (heute nur Zufahrt Aldi) sowie über die Straße Am Wimmersberg. Das Verkehrsaufkommen in ganz Alt-Erkrath würde bei beiden Varianten nur um rund 400 Fahrzeuge pro Tag steigen. Die Politik muss nun entscheiden, ob Variante 1 (reines Gewerbebiet mit Verbindungsstraße) oder Variante 2 (Gewerbe im Norden, Wohnen im Süden, keine Durchgangsstraße) weiterverfolgt werden sollen. Die Mitglieder des Planungsausschusses folgten der Empfehlung von Runge und neigten mehrheitlich zu Variante Nummer 2. Uli Schimschock (SPD) fand, nicht nur die Wohnnutzung, sondern auch die Verkehrssituation spräche dafür.

Marc Göckeritz (Bündnis 90/Die Grünen) sprach sich gar für eine komplette Wohnbebauung aus. Nur Bernhard Osterwind (BmU) war anderer Meinung. Durch die Verbindungsstraße würde der Verkehr nicht nur verlagert, sondern die gefahrenen Gesamtkilometer würden sinken und dadurch die Immissionen. Außerdem würden gerade die lärmgeplagten Anwohner der südlichen Schlüterstraße massiv entlastet.

Der Bau der Verbindungstraße wäre wegen der Topografie sehr aufwendig und teuer. Bernhard Osterwind hielt dem dagegen, dass der Eigenanteil der Stadt Erkrath nur eine Million Euro betragen würde. Der Ausschuss nahm die Untersuchung zur Kenntnis, endgültig entschieden wird später.

(tpp)