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VHS Erkrath will bald wieder mit Basis-Deutschkursen starten

Bildung in Erkrath : VHS will bald mit Deutschkursen starten

Schlecht für die Integration: Rund 40 Prozent der Neueinsteiger haben seit einem Jahr keinen Unterricht mehr gehabt. Deshalb will die VHS möglichst rasch mit Deutschkursen starten.

Die Volkshochschule Erkrath hofft, angesichts sinkender Inzidenzwerte bald wieder zum Präsenzunterricht zurückkehren zu können. Wichtig wäre das vor allem für die Integration, da viele Migranten und Flüchtlinge ihre Sprach- und Integrationskurse über die VHS erhalten und über Online-Kurse schwer zu erreichen sind. Der allgemeine Neustart ist für das Herbstsemester (ab dem 13. September) geplant, sprach- und berufsbezogene Kurse dürfen bei einer Inzidenz unter 100 wieder in Präsenz stattfinden.

„Das wäre ein Lichtblick. Es war für die Teilnehmenden ja kaum möglich, das ohne Deutschkenntnisse online zu verfolgen“, sagte Reinhard Knitsch (Grüne) im Ausschuss für Sport und Kultur. VHS-Leiterin Ursula Moldon bestätigte, dass der größte Teil der Teilnehmer im Bereich „Deutsch als Zweit- und Fremdsprache“ nur ein Smartphone für den Online-Unterricht zur Verfügung hat und sich das schwierig gestaltet.

In den höheren Kursen von B1 bis C1 konnte die Lockdown-Zeit so überbrückt werden, auch wenn die wöchentliche Stundenzahl durch Vorgaben des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) auf sechs begrenzt ist. Die Anfänger-Sprachniveaus seien dagegen komplett ausgefallen. „Rund 40 Prozent der Teilnehmenden haben seit einem Jahr keinen Unterricht mehr erhalten“, so Ursula Moldon.

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Zurzeit werde noch daran gearbeitet, Unterrichtsräume für die VHS herzurichten. An der Schimmelbuschstraße in Hochdahl werden vier Räume auf zwei Etagen voraussichtlich im Juni bezugsfertig sein, am Steinhof in Alt-Erkrath ist zumindest eine Interimslösung im Dachgeschoss möglich, bis der Umbau stattfinden kann. Wann die VHS in die Tagungsräume im Bürgerhaus in Hochdahl zurückkehren kann, ist noch ungewiss. Auf Nachfrage von Reinhard Knitsch meinte Bürgermeister Christoph Schultz, dass die Corona-Teststation im Bürgerhaus der VHS sicherlich nicht im Weg stehen werde. „Die Raumsituation und die Corona-Situation entwickeln sich positiv für uns“, sagte Ursula Moldon.

Für den Distanzunterricht nutzt die VHS die bundesweite „VHS Cloud“ als virtuelles Klassenzimmer und „lückenfüllende“ Tutorials. Seit Beginn des zweiten Lockdowns am 16. Dezember war kein Präsenzunterricht mehr möglich. Die Online-Kurse waren systemrelevanten Fächern wie Sprache, Integration oder Gesundheit vorbehalten, und die Warteliste für neu startende Präsenzkurse ist lang. Einige Migranten warten sogar noch auf ihre Alphabetisierungskurse.

Um die im Lockdown erworbenen digitalen Kompetenzen zu behalten, soll auch später noch eine Unterrichtseinheit pro Woche online stattfinden. Das Programmheft für das nächste Semester soll vorsichthalber erst Ende August erscheinen, falls sich an der Rechtslage wieder etwas ändert. „Wir sind froh, dass wir den Betrieb wieder hochfahren können“, sagte Ursula Moldon.