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Erkrath: Vereine finden professionelle Helfer

Erkrath : Vereine finden professionelle Helfer

Beim Aktionstag der Wirtschaft stellten 40 Organisationen 100 Projekte vor. Für 60 gibt's eine Lösung.

Die Initiatoren des 2. Aktionstages der Wirtschaft in Erkrath konnten sehr zufrieden sein. Rund 40 gemeinnützige Vereine stellten etwa 100 Projekte im Bürgerhaus vor, für die sie professionelle Hilfe benötigen und die heimische Wirtschaft entsendet ihre Mitarbeiter, die sich im Gespräch mit den Vereinen für konkrete Projekte entscheiden. Nur exemplarisch: Da sucht die Haiti-Hilfe einen Partner, der die Beleuchtung des Schaufensters installieren kann, oder die katholische Kirchengemeinde Johannes der Täufer fragt nach professioneller Hilfe beim Anstrich ihres Häuschens. Die Realschule Hochdahl braucht Helfer bei der Pflege ihres Biotops und der Turn-und Sportverein Hochdahl sucht Tanzpartner. Der FC Parea bietet Fußballtraining als Integrationshilfe an und braucht Unterstützung, während die "werkstatt" Beratung beim Reparieren von Kleingeräten verspricht und technisch versierte Helfer benötigt.

Auch die Kultur - sofern gemeinnützig organisiert - nahm die Möglichkeit wahr, für Projekte den richtigen Deckel auf den Topf zu finden: Das Kunsthaus in Erkrath und das Aktionsbündnis "Prima Neanderthal" stellten sich mit ihren Wünschen vor.

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Ein ganzes Kaleidoskop von Projekten der unterschiedlichsten gemeinnützigen Einrichtungen fand an diesem Nachmittag im Bürgerhaus sein Pendant. Nun ja, Ehrenamtsbörsen sind seit vielen Jahren mehr oder weniger flächendeckend organisiert, aber diese Idee, gemeinnützige Vereine und Verbände ganz konkret mit der heimischen Wirtschaft in Kontakt zu bringen, ist eine große Stufe weiter gedacht. Nicht anonymes Sponsoring, sondern projekt- und personenbezogene Nächstenhilfe - das ist ist das neuartige Modell von Lutz Leßmann, Geschäftsführer der Lucon GmbH, das er mit viel Engagement vorangetrieben hat.

Es gab vorbereitende Abende mit Vertretern der Wirtschaft und an anderer Stelle mit gemeinnützigen Vereinen. Jeder konnte seine Vorstellungen und Wünsche vortragen und in die Planung des Aktionstages einbringen.

Da dieses so erfolgversprechende Modell in Deutschland einmalig ist gründete Lutz Leßmann eine gemeinnützige GmbH "Planetvalue", um mit ihrer Hilfe dieses "Erkrather Modell" auch in anderen Städten bekannt zu machen.

Bis in die Nachbarstadt Mettmann ist die Idee schon gedrungen. Wolfgang Robrahn, stellvertretender Vorsitzender der "Gesellschaft Verein Mettmann" und engagierter Wirtschaftsförderer, zeigte sich beim Besuch des Aktionstages sehr beeindruckt. Für das kommende Jahr plant er mit seinen Kollegen der städtischen Wirtschaftsförderung, der Fachhochschule FHDW und der Mittelstandsvereinigung eine vergleichbare Veranstaltung in der Kreisstadt.

Am Ende des Aktionstages hatten von den 100 Projekten immerhin über 60 einen Helfer aus der Wirtschaft und damit die Chance eines echten Miteinanders gefunden. Viele der hier gefundenen Helfer hatten noch nie in ihrem Leben ehrenamtlich gearbeitet und lernen nun eine neue, sinnstiftende Lebensperspektive kennen.

Projektleitung des Aktionstag der Wirtschaft, Nadine Grondziok, Lucom GmbH, Tel: 0211- 247 006 78, "mailto:nadine.grondziok@lucom.com"

(eise)