Erkrath: TSV und SSC besiegeln Fusion

Erkrath: TSV und SSC besiegeln Fusion

Die beiden Hochdahler Sportvereine gehen nun gemeinsame Wege. Der neue Verein trägt den Namen TSV Hochdahl. Die Verschmelzung tritt rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres in Kraft.

Noch hielten sie ihre Mitgliederversammlungen auf getrennten Seiten des Raumes ab. Doch das wird sich bald ändern, denn mit der Abstimmung am Dienstagabend beschlossen die Mitglieder des TSV Hochdahl und des SSC Hochdahl die Verschmelzung der beiden Vereine. Mit nur einer Enthaltung aufseiten des SSC entschieden sich die Sportler für diesen Schritt, der seit einem halben Jahr vorbereitet worden war.

Etwa ein Jahr zuvor hatte der SSC Kontakt zu mehreren Erkrather Vereinen aufgenommen, um den Fortbestand der Schwimm-, Triathlon- und Floorballabteilungen zu sichern. Die Verschmelzung erweitert nun auch das Angebot für die TSV-Mitglieder.

Als Grund für die Entscheidung nannte Doris Küppers, stellvertretende Vorsitzende des TSV, vorab "politische, wirtschaftliche und demografische Veränderungen in Erkrath." Die Vereine stünden nicht nur vor einem enormen Organisations- und Verwaltungsaufwand, sondern hätten auch mit den laufenden Kosten zu kämpfen. Zwar erklärte der TSV-Vorsitzende Clemens Mittelviefhaus, dass beide Vereine eine gesunde Bilanz aufweisen können. Dennoch erhofft man sich von der Bildung eines gemeinsamen Vereins die langfristige Stärkung der finanziellen Basis. "Die Verschmelzung erlaubt uns zudem, Arbeitskraft und Kompetenzen zu bündeln", so Mittelviefhaus. Ziel solle es sein, nicht nur das bestehende Sportangebot beider Vereine zu erhalten, sondern dieses nach Möglichkeit noch zu erweitern.

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Nach der Verschmelzung, welche vom Notar begleitet wurde und nun rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres in Kraft tritt, soll der gemeinsame Verein unter dem Namen TSV Hochdahl auftreten. Die Mannschaften des ehemaligen SSC können aber diese Saison noch unter ihrem alten Vereinsnamen zu Ende spielen oder alternativ den Namen zu Beginn der Rückrunde ändern.

Auf die offizielle Entscheidung folgt nun die Übertragung des SSC-Vermögens an den TSV. Entgeltlich beschäftigte Mitarbeiter werden zu gleichen Bedingungen übernommen. Für die Mitglieder beider Vereine ändert sich zunächst nichts: Rechte aus bisherigen Mitgliedschaften bleiben erhalten. Somit werden beispielsweise Ehrenmitgliedschaften nicht von der Verschmelzung angetastet. Auch die Dauer der Mitgliedschaft in den beiden Vereinen wird weiterhin anerkannt und für zukünftige Ehrungen berücksichtigt. Die Mitgliedsbeiträge werden bis einschließlich 2016 beibehalten und danach bei Bedarf angepasst.

(RP)
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