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TSV Hochdahl bietet Trampolinspringen für Menschen ab 50 an

Fitness : Quietschvergnügt auf dem Trampolin

Weil Trampolinspringen die Gelenke schont, ist es für Ältere ideal. Beim TSV Hochdahl gibt es daher „Jumping 50 +“.

Rita Brune ist ein wenig aus der Puste, nach dem fünften „Hampelmann“ auf ihrem kleinen sechseckigen Trampolin nimmt sie sich eine kleine Auszeit, atmet erst einmal tief durch, wischt sich den Schweiß von der Stirn. „New York, Rio, Tokio“ klingt aus den Boxen der Musikanlage in dem hellen großen Trainingssaal mit der Spiegelwand. Dann legt die 80-Jährige wieder los, bewegt Arme und Beine im Takt der Musik.

„Ihr macht das super“, lobt Trainerin Rosemary Rittner und strahlt ihre acht Kursteilnehmerinnen an, „und jetzt verlagern wir einmal unser Gewicht zu Seite, prima, genau so…. ganz toll!!“ Auch Renate Ott und Gabi Katzenburg nehmen an dem Trampolinkursus für Interessierte ab 50 Jahre teil. Sie lachen viel, so wie eigentlich alle, und man merkt: Es macht einfach, trotz Anstrengung, viel Spaß.

Nach jedem Musikstück wird eine kurze Trinkpause eingelegt. Renate Ott nimmt einen Schluck Wasser. „Ich bin jetzt zum dritten Mal hier, es ist toll und was mir besonders gut gefällt ist, dass Rosemary uns nicht nur ein bisschen hüpfen lässt, sondern wirklich effektive Sachen mit uns macht, die unsere Kondition verbessern.“

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Zu den ruhigeren Klängen von Metallicas „Nothing else matters“ geht es weiter, die Teilnehmerinnen gehen tief in die Knie, lassen die Arme kreisen, machen Gleichgewichtsübungen und arbeiten an ihrer Arm-Bein-Koordination. Trainerin Rosemary ist ausgebildete Sport- und Gymnastiklehrerin beim TSV und weiß genau, was sie wem abverlangen kann. Der spezielle Kursus läuft über zehn Einheiten à eine Stunde. „Es macht unheimlich viel Spaß mit dieser Altersgruppe“, schwärmt die junge Trainerin, „sie sind sehr ehrgeizig, müssen sich aber nichts beweisen und vor allem: Sie sind regelmäßig dabei und kommen nicht nach Lust und Laune oder wenn es zeitlich gerade passt. Das hat den Vorteil, dass wir hier wirklich aufbauend arbeiten und von Einheit zu Einheit den Schwierigkeitsgrad erhöhen können.“

Rita Brune ist mit ihren 80 Jahren mit Abstand die Älteste, erstaunt aber alle mit ihrer Kondition. „Das liegt bestimmt nur daran, dass ich einen großen Hund habe, mit dem ich jeden Tag lange und straffen Schrittes laufe“, winkt die auch optisch wesentlich jünger wirkende Seniorin verlegen ab, „Sport mache ich nämlich sonst eher nicht.“

Im zweiten Teil geht es um Kraftübungen, um Streckung und Dehnung. „Trampolinspringen wirkt sich auf den ganzen Körper aus. Das Herz-Kreislaufsystem wird angeregt, die Fettverbrennung ist wesentlich höher als beim Joggen und das schöne ist: Springen macht einfach jedem Spaß, ob jung oder alt“, weiß Rosemary Rittner und beendet die Stunde mit einem großem Lob für ihre jungegebliebenen Jumperinnen.

Rita Brune freut such schon auf das nächste Mal. „Ich habe ja bereits den ersten Kursus mitgemacht. Den hat mir übrigens mein Sohn geschenkt, damit ich fit bleibe. Ich bin ihm richtig dankbar.“