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Erkrath: Tierschützer: Hundehasser sind schwierig zu ermitteln

Erkrath : Tierschützer: Hundehasser sind schwierig zu ermitteln

Die Köder, die Hundehasser in letzter Zeit in Erkrath ausgelegt hatten, waren das Hauptthema beim monatlichen Stammtisch des Tierschutzvereins. "Wir sind schockiert, dass in so kurzer Zeit so viele Köder gefunden wurden", berichtet der erste Vorsitzende Reinhard Baumgart.

"Hinzu kommen die präparierten Stacheldrahtstücke. Sie lagen zum Teil auch auf Weideflächen, wenn Pferde sich darauf legen, reißen sie sich die Haut auf", so Christa Becker, zweite Vorsitzende des Vereins.

Das große Problem sei, dass man die Täter nicht ausfindig machen könne. "Es wäre Zufall, wenn man jemanden in flagranti erwischen würde. Und im Nachhinein ist sowieso nicht mehr festzustellen, wer die Köder ausgelegt hat." Die Tierfreunde sind gespannt, ob die Belohnung von 1000 Euro, die auf Hinweise auf die Täter ausgesetzt wurde, zum Ermittlungserfolg führen wird.

"Momentan rate ich Haltern, ihre Tiere nicht frei laufen zu lassen", sagt Baumgart, "abends gehe ich zudem mit einer Kopflampe nach draußen, um sehen zu können, was auf dem Boden liegt." Es könne auch hilfreich sein, den Hunden das Fressen vom Boden nach Möglichkeit ganz abzutrainieren. "Allerdings bleibt immer noch die Gefahr bestehen, dass der Hund in etwas hineintritt", fügt Becker an. "Mittlerweile gibt es vermutlich auch Trittbrettfahrer. Es ist sogar vorstellbar, dass unter den Tätern einige Hundebesitzer sind, denn in der Vergangenheit gab es immer wieder Streit um das Entfernen der Hinterlassenschaften", wie Baumgart erzählt.

Besorgten Haltern empfiehlt der Tierschutzverein die Internetseite www.giftkoeder-radar.com. Dort kann man Stellen einsehen, an denen Köder gefunden wurden.

"In Erkrath hat sich zudem eine Gruppe von Hundebesitzern organisiert, die sich im Ernstfall gegenseitig unterstützen", erklärt Baumgart.

Seiner Meinung nach ist es reines Glück, dass bisher erst zwei Hunde verletzt wurden und auch beide überlebt haben. "Wenn sich die Situation nicht bald verbessert, könnte es noch mehr Fälle geben."

Wer sich für die Arbeit der Tierschützer interessiert, kann am ersten Donnerstag im Monat den Stammtisch im Restaurant La Terrazza, Schildsheider Straße 47, besuchen. Die Mitglieder treffen sich ab 19 Uhr.

(rab)