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Erkrath: Stadt braucht mehr Radfahrer-Ampeln

Erkrath : Stadt braucht mehr Radfahrer-Ampeln

Nicht erst seit dem Grand Départ ist das Zweirad in Erkrath angekommen. Aber wie sicher radelt es sich hier im Alltag? Zeit für eine Erkrath-Tour.

Radfahren schont die Umwelt und liegt im Trend. Viele Familien unternehmen jetzt in den Ferien Fahrradausflüge und auch für alltägliche Besorgungen nutzen viele im Sommer gern den Drahtesel. Aber wie gut fährt es sich eigentlich als Radler in der Stadt? Eine Erkundung mit Rad und Hund.

Der Start Los geht es in Unterfeldhaus. Zum Einkaufen am Neuenhausplatz fahren hier viele mit dem Fahrrad. Erkraths kleinster Stadtteil verfügt kaum über gekennzeichnete Radwege - allerdings sind die meisten Straßen auch sehr übersichtlich. Und Richtung Alt-Erkrath fährt es sich sowieso am schönsten durch die Felder. Hier gibt es einen gemeinsamen Weg für Fußgänger und Radfahrer. Auch Reiter sind oft unterwegs. Ein bisschen eng ist das schon, wenn bei gutem Wetter viel los ist. Dafür ist der asphaltierte Ankerweg angenehm zu befahren.

Erste Bergwertung Der Weg nach Alt-Erkrath ist zwar idyllisch, geht aber in die Oberschenkel. Dafür wartet auf der anderen Seite des Erkrather Bergs nicht nur eine kleine Abfahrt, sondern auch ein gutes Gefühl im Verkehr. Ein Netz aus gekennzeichneten Radstreifen macht das Radfahren auch für Familien leichter. Radfahrer-Ampeln, zum Beispiel an der Kreuzung Kreuzstraße/Hochdahler Straße, sorgen zusätzlich für Sicherheit. Von denen könnte es gern mehr geben. Ansonsten besteht gerade für die jüngsten Radfahrer aber natürlich auch immer die Möglichkeit, schiebend eine Fußgängerampel zu nutzen.

 Vorsicht: Baustellen machen den Verkehr für Radfahrer unübersichtlich.
Vorsicht: Baustellen machen den Verkehr für Radfahrer unübersichtlich. Foto: r. gruber
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Zweite Bergwertung Die Hochdahler Straße ist nicht ganz so steil wie die Erkrather Straße, der Aufstieg zieht sich aber. Der gemeinsame Fuß- und Radweg ist dafür gut in Schuss. Am Neanderbad vorbei geht es dann über die Professor-Sudhoff-Straße zum Hochdahler Bahnhof. Durch die Baustellen hier und an der Hildener Straße gestaltet sich der Verkehr aus Fahrradfahrersicht etwas unübersichtlich. Sehr schön ist dafür der Weg bergab durch Trills über den roten Radstreifen.

Der Rückweg Auf der letzten Etappe des Rundwegs geht es über die Bergische Allee zurück nach Unterfeldhaus. Seit im letzten Jahr auf der Max-Planck-Straße Flüsterasphalt verlegt wurde, gibt es hier auch Fahrradstreifen. Allerdings ist die Straße so schmal, dass Autos trotzdem nicht problemlos überholen können. Auch der Schutzstreifen an sich ist nicht besonders breit, gerade so passend für ein Fahrrad. Testhund Benny läuft aber sowieso lieber auf dem ebenfalls neuangelegten Grünstreifen.

Fazit An größeren Straßen sind Radstreifen oder gemeinsame Fuß- und Radwege vorhanden. Auf dieser Tour waren die Wege überwiegend sehr gut in Schuss. Auf der Webseite des ADFC (www.adfc-nrw.de) findet sich außerdem ein Mängelformular, mit dem Radler auf kritische Stellen aufmerksam machen können.

(RP)