Spielplätze in Erkrath kommen unter die Lupe.

Bedarfsplanung: Erkraths Spielplätze werden fit gemacht

Planer nehmen derzeit die 80 Spielflächen unter die Lupe. Eltern, Kinder und Interessierte können mit diskutieren.

„Nur draußen lernen Kinder, was für eine ganzheitliche gesunde Entwicklung wie Körpergefühl oder Fingerfertigkeit lebensnotwendig ist“, sagt Markus Schürmann, der Landschaftsarchitekt. Im Auftrag der Stadt Erkrath ist seine Duisburger Firma ST-Freiraum gerade damit beschäftigt, eine Spielplatzbedarfsplanung in allen drei Stadtteilen Erkrath, Unterfeldhaus und Hochdahl zu erstellen. Dazu müssen die Landschaftsgärtner alle vorhandenen städtischen Spielplätze besuchen, begutachten und bewerten.

Das Ergebnis wird an zwei Terminen in Erkrath und Hochdahl vorgestellt: Am Freitag, 23. November, von 16 bis 18 Uhr in der Erkrather Stadthalle. Und am Freitag, 30. November, von 16 bis 18 Uhr im Hochdahler Bürgerhaus. Aufgerufen und eingeladen zu diesen Informationsaustausch-Veranstaltungen sind allen voran die Kinder, die es angeht. Dazu kommen natürlich ihre Eltern, die Kindertagesstätten, die Spielplatz-Paten, die Ratsmitglieder und auch die Behindertenbeauftragten.

Die Stadt Erkrath und die Firma ST-Freiraum möchten nicht nur ihren Spielplatzbedarfsplan der Zukunft vorstellen, sondern sie wollen hören, was die betroffenen Besucher zu sagen haben.„Was fehlt und welche Wünsche haben die Bürger?“ will Nicole Pauli vom Fachbereich Jugend der Stadt Erkrath und ihre Mitstreiter erfahren. Denn tatsächlich sind die Spielplätze wichtige Treffpunkte auch für die Eltern und die Großeltern. Endgültig werden die Pläne und Vorschläge im Jugendhilfeausschuss im Mai 2019 vorgestellt und beschlossen.

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Einer der Vorzeige-Spielplätze in Erkrath liegt im Bavierpark mitten in Erkrath. Hier treffen sich tatsächlich die Generationen. Und die Firma ST-Freiraum ist stolz darauf, nicht nur diesen Spielplatz geplant zu haben, sondern auch andere Teile des Bavierparks einschließlich der Boule-Anlage gebaut, umgestaltet und bürger- und umweltfreundlich verändert zu haben.

Seit 2002 ist die Duisburger Firma hier schon aktiv. „Immer wieder sind wir im Gespräch mit Kindern, aber auch mit Jugendlichen“, sagt Markus Schürmann. „Da hören wir zum Beispiel, dass die meisten Mülleimer viel zu klein sind“, hat er erfahren. Die Angebote auf den Spielplätzen müssen die Herausforderungen für gesunde Kinder und Kinder mit Handicaps gleichermaßen erfüllen. „Wer ein Spielgerät alleine ganz oben erklimmen konnte, hat ein unbeschreibliches Erfolgserlebnis“, weiß Markus Schürmann. Und dazu wollen er und seine Mitarbeiter beitragen.

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