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SPD will mehr freies Wlan in Erkrath

Zentrumsnahe Hotspots fehlen : SPD will mehr freies WLAN in Erkrath

In einem Brief an Bürgermeister Schultz macht die Partei jetzt Druck. in den meisten Fällen seien Glasfaseranschlüsse und Access Points bereits vorhanden. Die müssten jetzt für den freien, allgemeinen Gebrauch ertüchtigt werden.

(hup) Das Neanderbad weit draußen an der Hochdahler Straße hat bereits WLAN, schon seit ein paar Jahren. Im Hallenbad, im Bistro, auf den Liegewiesen im Außenbereich, auf dem Parkplatz und an der Bushaltestelle vor dem Bad – in einem Umkreis von rund 300 Metern hat man dort kostenfreien Empfang. Am Beckenrand und auf der Liegewiese werden E-Books gelesen, Mails gecheckt oder Fotos gemacht.

Die SPD wünscht sich allerdings einige zentrumsnähere Hotspots und wundert sich: Der Kreis Mettmann kann es, unterschiedliche Discounter und Lebensmittelfilialen in Erkrath können es, nach vielen Anläufen können es die Stadtwerke mit ihrer Lichtwelle auf den großen Einkaufsstandorten – nur die Stadt Erkrath könne es nicht, heißt es in einer Mitteilung. WLAN für alle, also offene Hotspots gebe es weder in den städtischen Verwaltungsgebäuden noch in den großen Versammlungsstätten wie Stadthalle oder Bürgerhaus, monieren Detlef Ehlert und Jan Pfeifer und sagen: „Wir wollen das ändern und die – in den meisten Fällen ja vorhandenen Glasfaseranschlüsse und Access Points – soweit ertüchtigen, dass im Rathaus, im Kaiserhof, am Klinkerweg, im Bürgerbüro Hochdahl und im Bürgerhaus sowie in der Stadthalle für alle Besucher offene Internetzugänge geschaffen werden.“

 Sie haben ihr Anliegen daher auf die Tagesordnungen von Stadtentwicklungsausschuss, Hauptausschuss und Stadtrat setzen lassen – und bitten um Bauvorschläge und erste Kostenschätzungen der Verwaltung für die Umsetzung ihrer Vorschläge. Auf Anfrage meldet Stadtsprecher Thomas Laxa, dass sowohl Stadthalle und Bürgerhaus als auch die Besprechungsräume im Verwaltungsgebäude bereits mit WLAN ausgestattet sind. Ein direkter Zugriff sei aber wegen noch zu klärender datenschutzrechtlicher sowie sicherheitstechnischer Fragen bislang nur städtischen Geräten möglich. Externe wie Mieter, Aussteller, Dienstleister sowie Künstler könnten jedoch per „Voucher“ einen zeitlich begrenzten Zugriff auf das Gast-WLAN erhalten. Die Ratsmitglieder hätten darüber hinaus einen generellen (registrierten) Zugriff auf die WLAN-Verbindungen.

Ähnlich verhalte es sich in den beiden Bücherei-Standorten: Auch dort könnten die Büchereimitglieder per Voucher Zugriff auf das WLAN erhalten. Die Flüchtlingsunterkünfte würden durch die Stadtwerke versorgt.