Großeinsatz in Erkrath: Spanischer Lkw verliert Chemikalien

Großeinsatz in Erkrath : Spanischer Lkw verliert Chemikalien

Ein Lkw mit undefinierbarer und dazu noch schlecht gesicherter Ladung hat Feuerwehr und Polizei in Erkrath am Dienstag mächtig Arbeit beschert. Die bulgarische Zugmaschine mit spanischem Auflieger war den Mitarbeitern der Firma Mitex aufgefallen.

Die spanische Spedition hatte dort Ware abgeliefert. Die Ladung erschien den Fachleuten nicht richtig festgezurrt. Außerdem verlor der Wagen ein Pulver. Die alarmierte Polizei bestellte sofort über die Feuerwehr deren Chemikalienschutztrupp mit zwei Experten. Ein weiterer Trupp wurde zur Sicherheit alarmiert.

Die Polizei hatte indessen die Mühlenstraße und die Ludenberger Straße für den Verkehr gesperrt. "Alles Vorsichtsmaßnahmen", erläutert der Feuerwehrchef aus Erkrath, Guido Vogt. "Wir mussten erst einmal prüfen, was der Wagen geladen hatte. Das war etwas unübersichtlich und reichte von Pyjamas bis zu AntimonIIIoxid (Flammschutzmittel)", sagt Vogt.

"Außerdem mussten wir prüfen, ob nicht gegen das Zusammenladeverbot verstoßen worden war. Wenn chemische Stoffe zusammenlaufen, kann das mitunter Brände oder Explosionen auslösen. Manchmal tritt die Wirkung auch erst nach einer Stunde auf." Gefährlich war es denn am Dienstag nicht. Verletzt wurde auch niemand.

Eine geringe Menge des ausgetretenen Pulvers musste mit einem Spezialstaubsauger aufgesaugt werden. Ansonsten war die Ladung nicht den Vorschriften entsprechend gesichert, und die Ladepapiere waren auch nicht ganz in Ordnung. Nach Aussagen von Rainer Boye von der Polizei Hilden war die Fahrt für den aus Spanien kommenden Spediteur wohl am Dienstag beendet.

Außerdem muss sein Chef mit einer saftigen Strafe rechnen. Denn der gesamte umfangreiche Feuerwehreinsatz geht auf seine Kosten. "Die Firma Mitex hat vorbildlich gehandelt, indem sie sich sofort bei der Polizei gemeldet hat", sagte Vogt.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Erkrath: Spanischer Lkw verliert Chemikalien

(RP)
Mehr von RP ONLINE