Schulbrand: Stadt Erkrath informiert über finanzielle Auswirkungen

Erkrath : Schulbrand: Stadt informiert über finanzielle Auswirkungen

(hup) Einstimmig hat der Stadtrat jetzt die außerplanmäßige Bereitstellung von knapp 837.000 Euro für nach dem Großbrand an der Grundschule Sandheide nötige Maßnahmen genehmigt. Die Schule war Anfang Juni diese Jahres durch Brandstiftung nahezu komplett vernichtet worden.

Wie berichtet wird der Schulbetrieb seit dem Ende der Sommerferien in der ehemaligen Realschule Schmiedestraße in Millrath weitergeführt – für etwa fünf Jahre, bis die Grundschule am alten Standort neu gebaut ist. Um den Unterrichtsbetrieb störungsfrei wieder aufnehmen zu können, musste das Schulgebäude technisch ertüchtigt, neues Mobiliar besorgt und auch ein Zaun zur Sicherung des Schulbetriebs und zur Verhinderung von Vandalismus errichtet werden. Insbesondere für die Möbelbeschaffung war eine umgehende Mittelbereitstellung notwendig, um die rechtzeitige Lieferung sicher zu stellen. Dazu hat die Stadt in einem ersten Schritt 104.300 Euro überplanmäßig zur Verfügung gestellt. Die Deckung dieser Summe übernahm die Versicherung. Die finanziellen Auswirkungen stellen sich derzeit wie folgt dar: Die Versicherung hat 775.000 Euro für die Gebäudeschäden und 50.000 Euro für Inventarschäden als erste Abschlagszahlungen gezahlt. Im Oktober fand ein weiteres Abstimmungsgespräch zwischen Immobilienmanagement und Versicherung statt. Als vorläufiges Ergebnis wurde eine Gesamtschadenssumme zum Neuwert im Falle eines Neubaus von 5,9 Millionen Euro festgelegt. Zum heutigen Stand wird die Versicherung rund 41 Prozent dieser Summe (Zeitwert), somit rund 2,4 Millionen Euro bereits in diesem Jahr erstatten. Da zudem viele Zahlungen aus den vorhandenen Deckungsmitteln der Fachbereiche verausgabt wurden ist, sei mit weiteren außerplanmäßigen Mittelbereitstellungen bis Ende 2019 zu rechnen, kündigte Kämmerer Thorsten Schmitz in der Ratssitzung an.

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