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Schützen in Erkrath wollen Flutopfern helfen

Brauchtum : Schützen wollen Flutopfern helfen

Das Hochwasser war auch Thema beim 67. Rheinischen Schützentag in Ratingen. Erkrather organisieren im Oktober eine Benefiz-Kirmes.

Die Tische stehen weit auseinander in der weitläufigen Stadthalle. Obwohl die Nachfrage da war, haben die Veranstalter die Teilnehmerzahl strikt festgesetzt. Nur 250 Gäste konnten am Samstagabend die Rheinische Gala des mittlerweile 67. Rheinischen Schützentages miterleben, der in diesem Jahr bereits zum dritten Mal in Ratingen stattfand.

Organisiert wurde er vom Rheinischen Schützenbund und der St. Sebastiani Bruderschaft Anno 1433 Ratingen. Den Auftakt zu diesem Schützentag machte die Bannerübergabe an Bürgermeister Klaus Pesch, die im Herrenhaus Cromford stattfand. „Es ist das Banner des Rheinischen Schützenbundes“, erklärt Gero Keusen, Vorsitzender der St. Sebastiani-Bruderschaft, „und wird immer an den Bürgermeister der Stadt übergeben, in der der Schützentag stattfindet.“ Im kommenden Jahr wird es zum 68. Schützentag nach Düsseldorf wandern.

Der Rheinische Schützentag ist ebenfalls eine Gelegenheit, um die zahlreichen Ehrungen durchzuführen, aber auch, um sich mit ganz aktuellen Problemen zu befassen. So wurde während der Podiumsdiskussion mit der NRW-Staatssekretärin Andrea Milz und Stefan Klett, Präsident des Landessportbundes NRW, auch über Fördermittel diskutiert, die den durch die Flut geschädigten Vereinen unter die Arme greifen sollen. „Viele Vereine haben ihre Sportheime verloren“, weiß Keusen. Das sind enorme Verluste.

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Auch die Sankt-Sebastianus-Bruderschaft 1484 Erkrath weiß um diese Probleme – und will vom 21. bis 24. Oktober eine Herbstkirmes mit einem Benefizschießen zugunsten der Flutopfer veranstalten. „Unsere letzte Kirmes fand im Juni 2019 statt. Jetzt wurde es Zeit, wieder aktiv zu werden. Wir wollen etwas für die Geselligkeit in Erkrath tun und führen diese Veranstaltung auch durch, um unseren treuen Schaustellern zu helfen. Den gesamten Überschuss werden wir für die Flutopferhilfe einsetzen“, informiert Schatzmeister Werner Schink, der zum Festausschuss gehört.

 Der Zuspruch der Schausteller sei derart groß gewesen, dass der Verein mit einem vollen Gerberplatz rechne. Am Freitag, Samstag und Sonntag sollen auch Schießwettbewerbe auf dem Hochstand auf dem Gerberplatz stattfinden. Um den Biergarten, der (Coronaschutz!) diesmal das Festzelt ersetzt, kümmert sich Andre Segin vom Brauhaus zum goldenen Handwerk.

Weitere Einzelheiten sind noch in der Vorbereitung und werden baldmöglichst auf der Internetseite www.bruderschaft-erkrath.de veröffentlicht, unterstreicht Werner Schink.