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Rotarier aus Erkrath, Hilden und Haan sorgen sich um die Umwelt

Versammlung : Rotarier sorgen sich um die Umwelt

Beim Neujahrsempfang der Service-Clubs, die Geld für soziale Zwecke vor Ort sammeln, ging es auch um Klimawandel und Plastikmüll.

Der Veranstaltungsort für den diesjährigen Empfang hieß Lokschuppen und Gastgeber im Jahr 2019 war der Rotary Club Neandertal. Der Tradition folgend laden die beiden Rotary Clubs Hilden-Haan und Neandertal abwechselnd zum Jahresbeginn ein. Zu den rund 80 Gästen zählten auch die Mitglieder der jungen rotarischen Organisation, Rotaract, und die ebenfalls sozial engagierten Frauen des Inner Wheel Clubs Hilden-Haan-Neandertal.

Aber trotz aller Wiedersehensfreude und viel Austausch bei Häppchen, Wasser und Wein waren für den aufmerksamen Zuhörer auch Zukunftssorgen in den Grußworten für das neue Jahr zu hören.

Als Präsident der Gastgeber RC Neandertal erinnerte Jürgen Eckel an die Historie des 1864 gebauten Lokschuppens. Von hier aus wurden ursprünglich Hilfslokomotiven auf die Steilstrecke geschickt. Heute ist der Industriebau Museum und Eventraum. „Das Verhältnis des Menschen zur Umwelt hat sich verkehrt“, betonte Eckel. Der Neandertaler aus der Region habe sich vor 170.000 Jahren der Umwelt angepasst. Bei mittlerweile 7,5 Milliarden Menschen auf der Erde müsse man die Balance heute wieder herstellen angesichts von Klima-Wandel und Plastik-Müll.

„Wir als Rotarier sind gefordert, dabei unseren Beitrag zu leisten. Wir müssen an die denken, die nach uns kommen“, unterstrich Eckel Darin sieht er sich mit Bundeskanzlerin Angela Merkel einig, die ebenfalls Rotarierin ist.

Zusammen mit der international tätigen Rotary Foundation sind aktuell 13.000 Euro für das Schulzentrum in Erkrath zusammen gekommen. Rund 80.000 Euro konnten Rotarier in die Ukraine überweisen. Vor Ort habe besonders die Initiative „Erkrath-initial“ gezündet, wenn es um die Förderung sozialer, kultureller und besonders zukunftsweisender Projekte geht.

Zusammen mit Rotary und mit Unterstützung der Bundesagentur für Arbeit sind so rund zwei Millionen Euro in das Projekt „Neanderlab“ geflossen, das jungen Menschen seit zehn Jahren bei der Berufsorientierung hilft. Die Initiatoren waren Georg Heinen (Erkrath), Peter Thürbach (Hilden) und Jürgen Schumacher(Erkrath).I

In seiner Rede fragte Erkraths Bürgermeister, Christoph Schultz: „Müssen wir uns nicht fragen, ob private Unternehmen mittlerweile mehr Einfluss haben als die Politik?“ Sowohl Erkrath als auch Haan verstünden sich als Fair-trade-Städte, die ihr Handeln danach ausrichten würden, die Welt besser zu machen.

Der stellvertretende Landrat Michael Ruppert erinnerte an die Historie von Rotary. Schon 1905 hätte ein deutschstämmiger Kohlenhändler (gemeint war Paul Harris) im windigen Chicago mit dem Rotary-Motto „service above self“, den selbstlosen Dienst als Motivation zum Helfen verkündet. Diese mittlerweile weltweit gelebte Idee sei wichtiger denn je, betonte auch Thomas Bremen, Vizepräsident des RC Hilden-Haan, und erinnerte an die für Rotarier gültige Vierfragenprobe: Ist es wahr, ist es fair, fördert es die Freundschaft und den guten Willen, dient es dem Wohl aller Beteiligten?