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Realschule Hochdahl hat bald eine Schülergenossenschaft

Genossenschaft an der Realschule Erkrath-Hochdahl : Schüler lernen wirtschaften

Die Kiosk-AG der Hochdahler Realschule ist auf dem Weg zu einer Schülergenossenschaft – dem Förderverein sei Dank. Bankexperten beraten zu allem, was wichtig ist.

Mit fachmännischer Unterstützung der VR Bank, Filiale Hochdahl, bereitet die Realschule Hochdahl die Gründung einer Schülergenossenschaft vor. Die Gründungsveranstaltung soll noch in diesem Jahr erfolgen. Am kommenden Dienstag veranstaltet die Bank erst einmal den ersten Workshop für die Schüler der sogenannten Kiosk AG, die schon seit 2019 in Eigenverantwortung den Pausenkiosk führt.

Die Bankexperten werden in dem Workshop über die Satzungsvorschriften, den Vorstand und die Bedingungen für das operative Geschäft aufklären. Mehr Wissen erhalten die Schüler der AG über Checklisten, Einkauf, Verkauf und Abrechnungen. Richtig losgehen soll es dann nach den Sommerferien.

Die meisten Kiosk AG-Mitglieder sind Schülerinnen. Und viele davon schon in der 10. Klasse. Das heißt: Sie scheiden mit Ende des Schuljahres aus. Aber der Lehrer für Sozialwissenschaften, Physik, Politik und Geschichte, Christian Schott, der Mitinitiator der Kiosk-AG ist, verspricht schon für das kommende Jahr eine Teilnehmer-Erhöhung von 15 auf 19 Schüler. „Dann werden auch mehr Jungen dabei sein“, verspricht er.

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Die feierliche Unterzeichnung der Schülergenossenschaftssatzung wurde jedenfalls jetzt schon von Schulleiter Uwe Heidelberg, Bank-Vertreter Alexander Rusche und Förderverein-Repräsentantin Angela Loh unterschrieben. Eine eigenständige, geschäftsmäßige Schülergenossenschaft wird die ehemalige Kiosk-AG am Ende sein, mit allen Rechten und Pflichten. „Das macht uns großen Spaß“, sagt die 15-jährige Michelle zu ihren Verkaufsaktivitäten in der großen Pause. Die Corona-Pandemie hatte diesem Spaß natürlich erst einmal ein Ende gesetzt. Aber alle hoffen auf ein besseres neues Schuljahr. Und die Schülerinnen Loubna, Kiara, Emely oder Marie wissen übereinstimmend zu berichten, dass Lollys die Verkaufsschlager am Schülerkiosk sind. Entstanden ist seinerzeit die Kiosk-Idee, weil der ehemalige Kioskleiter plötzlich verstorben war und die Schüler das Angebot vermissten. Zuerst habe man improvisiert und später die AG gegründet, berichtet Christian Schott. „Wir freuen uns“, ergänzt Uwe Heidelberg, „dass die Schüler mit Hilfe der Bank-Fachleute auch die theoretischen Dinge des Geschäftslebens lernen. Sie lernen mit Angebot und Nachfrage umzugehen“.

Ein wichtiges Bindeglied zwischen Lehrern und Schülern ist in diesem Zusammenhang der Förderverein der Schule, weil die Jugendlichen aufgrund ihres Alters noch nicht geschäftsfähig sind. Darum müssen Geldgeschäfte über den Förderverein laufen. Die Genossenschafts-Gewinne sollen zu je einem Drittel aufgeteilt werden in soziale Aufgaben, Investition und Mitglieder-Unterstützung, sagt Christian Schott.

In der Vergangenheit habe man schon schöne Grillfeste mit einem Teil der Gewinneinnahmen gefeiert, berichtet Schülerin Michelle. Vielleicht geht das bald ja wieder.