Erkrath: Rasante Rennen mit Pferd und Hund

Erkrath : Rasante Rennen mit Pferd und Hund

Der Horse-and-Dog-Wettbewerb lockte zahlreiche Zuschauer und Teilnehmer auf die Reitanlage Hanten.

Die Zuschauer johlen, Hunde bellen und Pferde wiehern auf der Reitanlage Hanten in Erkrath. Beim Horse-and-Dog-Wettbewerb haben alle gemeinsam Spaß. Der steht bei der außergewöhnlichen Stafette im Mittelpunkt. Zunächst sind Ross und Reiter gefordert, einen kleinen Parcours zu überwinden und eine gute Zeit vorzulegen. In der Wechselzone schickt er anschließend den Partner zu Fuß und mit Hund auf die Reise.

Judith Wagner und ihre Schäferhündin Jana aus Mettmann laufen gemeinsam im Slalom durch die Pylonen und müssen sich dann trennen. Jana bleibt in einem abgesteckten Viereck liegen, während Frauchen sie umrundet und dann vor ihr wegläuft und einen Plankensprung überwindet. Auf Pfiff darf Jana hinterher. Die Hürde ist für sie kein Hindernis und auch die blaue Plane durchläuft sie problemlos. Bei der Brücke ist ein zweiter Anlauf nötig und auch für den Sprung durch den Reifen muss Frauchen sie motivieren.

Foto: Janicki, Dietrich (jd-)

Die Zeit ist schließlich nicht die Schnellste, doch das zählt für Judith Wagner nicht. "Das war richtig toll. Jana ist noch ganz jung und hat das super gemacht", lobt die Mettmannerin. "Springen kann sie besonders gut. Die Hindernisse waren ihr noch viel zu niedrig." Schon bei der Vorbereitung auf den Wettkampf hatten alle Vier ihren Spaß. "Wir sind gemeinsam durch den Parcours gefegt und haben uns gegenseitig motiviert", berichtet Angelika Kullmann, die im Sattel von Angelino vorlegen musste. Für sie war es eine Premiere. "Bei der ich die leichtere Aufgabe hatte", sagt sie lachend. Sie hat diese Team-Prüfung dennoch mehr begeistert als jeder ernsthafte Wettbewerb. "Im nächsten Jahr sind wir auf jeden Fall wieder mit dabei."

Die Zaungäste verfolgten das Spektakel ebenfalls mit großem Enthusiasmus und feuerten die Paare zu Höchstleistungen an. "Das ist sehr unterhaltsam. Im nächsten Jahr mache ich auf jeden Fall auch mit. Leider gibt es so etwas nicht so oft", sagte Michaela Weidlich.

Jasmin Lutterklas war im vergangenen Jahr am Start und diesmal nur Zaungast. "Leider habe ich keinen Partner mit Hund gefunden. Es ist eine schöne Alternative zum üblichen Turnierprogramm und das Publikum geht richtig mit." Es feuerte auch Kristina Kirschner und Jack Russell Peppi zu Höchstleistungen an. Ganz außer Atem kamen sie aus dem Parcours. "Es war super, aber bei der Hitze auch anstrengend. Wir haben alles gegeben und Peppi ist ohnehin der beste Hund der Welt."

Etwas Pech hatten dagegen Jessica Rüpper und Curry. Der quirlige weiße Hund flitzte zwar durch den Kurs und meisterte alle Schwierigkeiten, doch Partnerin Cordula Schäfer war am letzten Hindernis durch eine Verweigerung von Rascalina della Luna gestürzt. "Das habe ich gar nicht richtig mitbekommen, weil ich mit dem Hund beschäftigt war. Es ist natürlich schade, dass wir dadurch ausgeschieden sind, aber auf Curry bin ich trotzdem sehr stolz", betonte die Erkratherin. Mit viel Beifall bedachte Franziska Hübel Hunde und Frauchen. "Mit gefällt, dass nicht nur Pferd und Reiter im Mittelpunkt stehen. Die Aufgaben waren abwechslungsreich und es was richtig lustig. So etwas habe ich bisher noch nie gesehen", sagte die Zuschauerin nach dem Wettbewerb.

(domi)
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