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Erkrath: Prinzenpaar stiftet Brauchtumspreis

Erkrath : Prinzenpaar stiftet Brauchtumspreis

Richard Voges ist der erste Preisträger. Die Scheurers bedanken sich bei Vereinen.

Das zweite Erkrather Prinzenpaar hatte zum Danksagungsabend eingeladen. Im "Neanderthal No. 1" wollten Wolfgang und Christiane Scheurer die vergangene Karnevals-Session abschließen und das von ihnen gesammelte Geld unter die Leute bringen. Im stilvollen Ambiente der kürzlich renovierten und umgebauten Traditionsgaststätte versammelte sich (fast) alles, was in der Erkrather Kultur Rang und Namen hat.

Wolfgang Scheurer lobte das, was Catherina Klusemann aus dem alten Haus gemacht hatte. "Viele von uns waren schon in ihrer Jugend hier. Ich habe tolle Erinnerungen, auch an die leckeren Beerenweine, die es auch heute noch hier gibt". Die mussten die Gäste bezahlen, dafür gab es aber Sekt vom Prinzenpaar, Musik von Volker Förster und Cisco Steward und für 11,11 Euro konnte man sich am Erste-Klasse-Buffet den Teller vollmachen. "Ich hoffe, dass ihr euch alle wohlfühlt" sagte Wolfgang Scheurer. Dann galt es, den ersten Briefumschlag loszuwerden. Als man auf der Suche nach einem fahrbaren Untersatz für die Prinzen-Session war, habe man alle Autohäuser in der Gegend angeschrieben, doch keines konnte gratis aushelfen. "Dann las ich, dass der Bürgerbusverein einen neuen Bus bekommen hatte". Was denn nun mit dem alten passiere, fragte Scheurer Beisitzer Uli Schimschock. So wurde ganz unbürokratisch ein "Prinzenmobil" gefunden, das von den Fahrern des Vereins auch noch ehrenamtlich gefahren wurde. Als Dank gab es die erste Spende des Abends für die Reisekasse des Vereins.

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Die größte Spende ging mit 1111,11 Euro an das Demenz-Netzwerk-Erkrath. Die Scheurers hatten einen Demenz-Helfer-Kursus mitgemacht und waren beeindruckt von der Arbeit des Vereins. Auch Wolfgang Scheurers vor kurzem verstorbene Mutter sei dort toll betreut worden.

"Kommen wir nun zum größten Höhepunkt des Abends" geheimniskrämerte Scheurer. "Wir möchten einen neuen Brauchtumspreis stiften". In Zukunft solle jedes Jahr eine Person, die sich in Karneval-, Schützen- und Heimatvereinen besonders verdient gemacht hat, mit dem "Goldenen Neandi" ausgezeichnet werden.

Für den ersten Preisträger hielt Bürgermeister Christoph Schultz die Laudatio, die gleichzeitig ein kleines Ratespiel um die Person des Geehrten war. Letztes Jahr 66 Jahre alt geworden, im Weltmeister-Jahr 1974 geheiratet und 2007 das Erkrather Karnevalsarchiv gegründet - das war natürlich Richard Voges. "Ich bin mittlerweile zum Neandertaler geworden", bedankte sich der gebürtige Braunschweiger. "Schön, dass wir Erkrath sein dürfen, schön, dass wir hier so nette Menschen kennenlernen durften".

(tpp)