1. NRW
  2. Städte
  3. Erkrath

Pfingsten laden Erkraths Kirchen wieder zu gemeinsamen Gottesdiensten ein

Erkrath : Pfingsten sind die Kirchen wieder geöffnet

Individuelles Beten ist in den meisten Gotteshäusern schon seit längerem möglich. Jetzt gibt es auch öffentliche, gemeinsame Feiern. Die Bedingungen dafür sind allerdings von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich.

„Am Anfang werden die Leute sicher sehr enttäuscht sein“, sagt Pfarrer Volker Horlitz von der evangelischen Kirchengemeinde Hochdahl, vor allem mit Blick auf das Gesangsverbot. Das bedeutet zwar nicht, dass es keine Musik geben wird, aber das Mitsingen, selbst das Mitsummen, ist wegen der ansteckenden Partikel, die dabei in ausgestoßen werden, absolut tabu. Neue Leute, gar Familien werde man unter diesen Bedingungen nicht gewinnen, ist Horlitz sicher. Er rechnet mit einem enormen Einbruch der Besucherzahlen, viele Ältere würde sich noch nicht wieder unter die Leute trauen.

Seine Erkrather Kollegin Gisela Kuhn freut sich auf die, wie sie sagt, dadurch den Gesangsausfall doch ungleich freiere Gottesdienst-Gesaltung jenseits der strengen Liturgie. Das fordere die Kreativität heraus, sei für beide Seiten eine spannende Erfahrung. Und „gegenüber dem, was Familien jetzt wegen des begrenzten Zugangs zu Schulen und Kitas bewältigen, haben wir Kirchengemeinden es ja leicht“. So sehen die jeweils wichtigsten Regeln in den Gemeinden aus: Evangelische Kirchengemeinde Hochdahl Ab 31. Mai wird im Paul-Schneider-Haus an Sonn- und Feiertagen ein zentraler Gottesdienst gefeiert. Besucher müssen sich dafür über das Internet oder Telefon 0157 35351593 bis jeweils samstags, 12 Uhr, anmelden, einen Mund-Nase-Schutz mitbringen, der während des gesamten Gottesdiensts getragen werden muss, und sich registrieren lassen. Es gibt Platz für maximal 38 Haushalte, die Stühle sind auf Abstand gestellt. Ein Ordnungsdienst sorgt für den richtigen Abstand bei Einlass und Ausgang. Auf das Abendmahl wird aus hygienischen Gründen bis auf Weiteres verzichtet. Auch bei eventuellen Gottesdiensten (Wiese am Gemeindehaus Sandheide) im Freien müssen Masken getragen werden.

Evangelische Kirchengemeinde Erkrath Auch hier ist die Teilnehmerzahl begrenzt, aber die Anmeldung entfällt. Besucher müssen beim Betreten und Verlassen der Kirche bis zu ihrem Sitzplatz Maske tragen und sich am Eingang mit einem mitgebrachten Stift in eine Liste eintragen. Presbyter weisen die Plätze zu. Wer in häuslicher Gemeinschaft lebt, darf zusammensitzen. Das Abendmahl entfällt, die Toiletten bleiben geschlossen.

Katholische Kirchengemeinde Alt-Erkrath Hier wird die heilige Kommunion auf jeden Fall ausgeteilt, betont Pastor Günter Ernst. Dafür geht der Priester mit Mundschutz und desinifizierten Händen durch die Gänge und reicht den Gläubigen die Hostie an ihrem Platz – ohne Spendeformel. Die Gottesdienste mitfeiern dürfen maximal 58 Personen. Sie müssen sich nicht anmelden, aber ihre Kontaktdaten auf einem Zettel mitbringen. „Willkommensteams“ weisen die Plätze zu, beim Betreten und Verlassen der Kirche herrscht Maskenpflicht. Die Toiletten können nicht benutzt werden.

Katholische Kirchengemeinde Hochdahl Die Hostien werden hier ebenso wie in Alt-Erkrath ausgegeben. in St. Franziskus gibt es dafür 28 Plätze, in Heilig Geist 46. An den Werktagen müssen die Besucher sich nicht anmelden, für die in der Regel – zumindest vor Corona – besser besuchten Gottesdienste aber schon. Die geht aber ausschließlich online über die Internetseite der Gemeinde. Zettel mit den Kontaktdaten müssen in jedem Fall mitgebracht werden. Wie in Alt-Erkrath besteht beim Betreten und Verlassen der Kirche Maskenpflicht und die Toiletten bleiben verschlossen.