Neue Erkrather Feuerwache: Erschließung wird teurer

Großprojekt: Neue Feuerwache: Erschließung wird teurer

Über eine Stichstraße wird die neue Wache an die Kreuzung Bergische Allee/Schimmelbuschstraße angebunden. Straßen NRW, verantwortlich für die Bergische Allee, hat nun erhöhte Forderungen an die Barrierefreiheit gestellt.

Die Planungen für die neue Feuer- und Rettungswache am Cleverfeld in Hochdahl gehen voran. Das Kölner Büro „VBD Beratungsgesellschaft für Behörden“ wurde als Controller beauftragt und hat die vom Büro „kplan“ aus Siegen ermittelten Flächenbedarfe für die Funktionsbereiche der Wache überprüft. Die Ergebnisse wurden nun dem Ausschuss für Feuerwehrangelegenheiten vorgestellt und zusätzlich an das Büro „Stark Architekten“ (ebenfalls aus Siegen) übermittelt, das somit bald mit der konkreten Planung beginnen kann.

Die VBD hat die Flächenbedarfe im Großen und Ganzen bestätigt und nur geringfügige Vorschläge für Einsparpotenziale abgegeben. Hauptsächlich geht es darum, schon jetzt „perspektivische Nachhaltigkeitsreserven“, etwa im Rettungsdienst, vorzusehen. Flächen für zwei zusätzliche Rettungswagen und Ruheräume für die Besatzung einzusparen, sei demnach nicht empfehlenswert.

Einen Schwerlast-Rettungswagen (S-RTW) gab es bisher nicht, und das siebte Notarzteinsatzfahrzeug im Kreis Mettmann soll nun in Hochdahl stationiert werden. „Sie werden keine leeren Hallen sehen“, versicherte Feuerwehrchef Guido Vogt. „Man kann nur vor Interimslösungen warnen. Das wäre Gemurkse“, fand auch Wolfgang Jöbges, Vorsitzender der CDU-Fraktion. So bleiben nur noch Einsparmöglichkeiten von 50 Quadratmetern übrig, bei einer gesamten Bruttogeschossfläche von rund 9000 Quadratmetern.

Im Ausschuss wurde außerdem der Haushaltsplan für 2019 (Produktbereiche Feuerwehr und Rettungsdienst) beraten und beschlossen. Für Unmut sorgte ein Veränderungsantrag, der die Erschließung der geplanten Feuerwache auf dem Clever Feld betrifft. Sie soll über eine Stichstraße an die Kreuzung Bergische Allee/Schimmelbuschstraße angebunden werden. Dafür sind auch Veränderungen an der Kreuzung selbst nötig.

Der Landesbetrieb Straßen NRW, der für die Bergische Allee verantwortlich ist, hat jedoch erhöhte Forderungen an die Barrierefreiheit gestellt. Die beteiligten Büros mussten und müssen die Planungen für den Umbau der Kreuzung in 2018 und 2019 immer wieder anpassen, wodurch die geplanten Kosten gestiegen sind.

Im Kreuzungsbereich muss die Asphaltdecke erneuert werden, wobei auch Nebenarbeiten wie der Einbau von „taktilen Elementen“, Sonderbordsteinen und Markierungen anfallen. Durch die fortgeführte Planung ergeben sich außerdem Kosten für den behindertengerechten Umbau der Lichtsignalanlagen. Alles in allem belaufen sich die Mehrkosten auf 192.000 Euro, so dass die Gesamtkosten für die äußere Erschließung auf knapp 400.000 Euro steigen.

„Diese Position ist insgesamt ärgerlich, vor allem, dass eine Behörde der anderen solche Steine in den Weg legt“, kommentierte SPD-Fraktionschef Detlef Ehlert. „Wir kommen aber nicht darum herum und werden zustimmen“. Der Veränderungsantrag wurde mit den Stimmen von CDU, SPD und FDP angenommen. Die BmU enthielt sich. Die Grünen, die gegen den Standort Clever Feld sind, stimmten dagegen.

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