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Nach Brand – Stadt entsorgt belastete Erde

Erkrath richtet Übergangsquartiere für abgebrannte Schule und Kita ein : Nach Brand – Stadt entsorgt belastete Erde

(arue) Bis die abgebrannte Kindertagesstätte Lummerland am alten Standort neu errichtet wird, sollen Container auf dem Bolzplatz an der Regenbogenschule in Kempen als Übergangslösung dienen. Das ist jedoch erst ab Februar kommenden Jahres möglich.

Das teilt jetzt die Stadtverwaltung mit.

Bodenuntersuchungen haben ergeben, dass die untere Tragschicht des Bolzplatzes belastet ist. Eine unmittelbare Gefahr für die Nutzer durch Direktkontakt oder Staubinhalation beim Spielen habe in der Vergangenheit nicht bestanden, da die oberste Bodenschicht unbelastet sei. Auch eine Gefährdung für das Grundwasser habe durch weitere Untersuchungen ausgeschlossen werden können.

Um jedoch während der künftigen Nutzung des Geländes durch die Kita jegliche Unsicherheiten auszuräumen, wird nun der komplette Boden ausgetauscht. Damit die Arbeiten zügig beginnen können, wurde der Bolzplatz bereits abgesperrt. Bis zur Inbetriebnahme der Container werden die Kindergartengruppen der Kita Lummerland weiterhin in den umliegenden Einrichtungen betreut.

Auch der Schulhof der ausgebrannten Grundschule Sandheide kann aus Sicherheitsgründen weiterhin nicht als Spielbereich freigegeben werden. Einzig die Wegeverbindung zur Turnhalle 1 ist möglich. Nach dem Abriss des Schulgebäudes, der nach Möglichkeit noch in diesem Jahr erfolgen soll, wird geprüft, wie das Gelände aussieht und anschließend erneut darüber entschieden, ob es als Spielfläche freigegeben werden kann. Bis dahin bittet die Verwaltung darum, weiterhin den Spielbereich nicht zu nutzen.

Ende Mai dieses Jahres war die Grundschule Sandheide abgebrannt, Ende Juli ging die Awo-Kita Lummerland an der Kempener Straße in Flammen auf. Für beide Brände hat die Polizei mittlerweile zwei tatverdächtige 17-Jährige festgenommen.