Messe im Neandertal will Brautpaare inspirieren

Aussteller kommen aus der Region : Messe im Tal will Brautpaare inspirieren

Eine Hochzeit planen kann, je nach Perfektionsbedürfnis, viel Arbeit sein. Hilfestellung gibt es am Samstag, 7. März, bei der Messe „Höhle der Verliebten“.

Ob Brautkleid oder Anzug, Trauringe, Torte, Wein, Schminke, Schmuck, Fotografie, Blumen oder Musik – 16 Aussteller warten im Café Neandertal No. 1 auf Heiratswillige, die professionelle Unterstützung für den Tag der Tage suchen und gründlich, aber entspannt planen und sich das etwas kosten lassen wollen.

Um solche Bedürfnisse herum hat sich ein großer Markt an Dienstleistern wie Fotografen, Musiker und DJs, Köche und Konditoren, Damen- und Herrenaustatter, Autoverleiher, Floristen und Tanzlehrer, Eventzeichner, Hochzeitsplaner und Anbieter freier Trauzeremonien entwickelt – auch im Kreis Mettmann.

Und so sind es dann auch ausschließlich Profis aus der Region, die Caterina Klusemann am 7. März in ihrem Café Neandertal No. 1 versammelt. Sie selbst hat übrigens 1998 erst einmal heimlich, still und leise geheiratet und 2001 dann mit der gesamten Familie groß gefeiert: „Jeder Kontinent war, glaube ich, vertreten, und ich meine, sogar selbst gekocht zu haben. Jedenfalls war es unglaublich viel Arbeit. Hätte ich damals gewusst, dass es so viele Helfer rund ums Heiraten gibt, wäre der Tag für mich viel entspannter gewesen“, erzählt Klusemann.

In der zum Café gehörenden, aufwändig sanierten und modern möblierten Event-Höhle finden schon seit zweieinhalb Jahren Trauungenstatt – und die ersten Taufen aus diesen Verbindungen werden jetzt auch bereits dort gefeiert, berichtet Klusemann, die bei der Messe natürlich auch ihr eigenes Angebot noch einmal vorstellt.

Ein passendes Kleid zum Ja-Wort könnte beispielsweise Ramona Civan vom Alt-Erkrather Ausstatter „Brautastisch“ liefern. Es braucht zwar bei den derzeitigen Temperaturen noch etwas Fantasie, aber ihr ärmelloses Gewand im „bohemian style“ mit V-Ausschnitt, einem Oberteil aus Spitze und einem Rock aus Chiffon – alles fließt, alles schwingt – ist schon mal dazu angetan, potenzielle Bräute träumen zu lassen.

„Wir haben keine ausladende, pompöse Brautmode, in der man sich kaum bewegen kann, sondern Wohlfühlkleider, um einen solchen herausfordernden Tag gut zu überstehen“, sagt Ramona Civan. Ihr erklärter Schwerpunkt sind erschwingliche Kleider aus zweiter Hand, die ein Schneidermeister auf Figur bringt.

Aber auch für die Herren ist gesorgt, denn „Mariella – Mode für Braut und Bräutigam“ aus Heiligenhaus wird mit Musteranzügen vor Ort sein, die sicherstellen sollen, dass der Bräutigam neben so viel Spitze und Chiffon an seiner Seite nicht optisch untergeht. Zu diesem Zweck trage er derzeit eher Blau statt Schwarz, auch mal mit leichtem Glanz, sagt Raffaelo Priolo. Dafür sorge ein Mischgewebe aus Wolle und Polyester. Ebenfalls aus der Mode sind Hochzeitsanzüge mit kurzen Verfallsdatum: „Wir bieten keine Einmalanzüge, sondern was zum Weitertragen in allen Größen an, dann lohnt sich die Investition“, sagt Priolo, der deutsche und portugiesische Marken führt, mit farblich fein abgestimmter Weste, Einstecktuch, Fliege oder Plastron, auf Wunsch auch mit handgefertigten Schuhen, Manschettenknöpfen und Unterwäsche.

Auch nicht mal eben so wird der Brautstrauß komponiert, weiß Joy Le von „Flowers n joy“ aus Erkrath. Mit prächtigen, kompakten Gebinden will sie „für den Wow-Effekt“ sorgen. Daher würde auch meistens ein Mini-Duplikat statt des Originalstraußes in die Hochzeitsgesellschaft geworfen. Ein Jahr im Voraus werde in der Regel geplant, damit alles Grüne rechtzeitig am Start sei. Eine Braut wünschte sich sogar einmal ein Gebinde mit getrockneten Blumen aus der Umgebung – viel Aufwand also für die Floristin, denn die Blumen müssen ja erst einmal gesammelt und getrocknet werden. Das ist am Ende auch nicht preiswerter als ein Strauß mit Blumen aus vieler Herren Länder, hat aber eine ziemlich astreine Ökobilanz.

Caterina Klusemanns Nachbar Michael Fröhlich stellt übrigens ein paar schicke Oldtimer vors Café, die man mieten kann, und drinnen kann an- und ausprobiert, unter Anleitung getanzt und verkostet werden. Zum Nachdenken und -spüren liegt das (dann schon frühlingshafte) Neandertal mit seinen Spazierwegen direkt vor der Tür.