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Madrigalchor meldet sich zurück

Corona-Krise in Erkrath : Madrigalchor meldet sich zurück

Zur ersten gemeinsamen Probe nach dem Lockdown trafen sich die Mitglieder des Madrigalchors. Allerdings waren die teilnehmenden Sänger durch die großen Abstände stark gefordert und mussten sehr konzentriert, fast schon solistisch singen.

(arue) „Was ist denn da los?“ – Neugierig schauten Passanten auf den Hof der Alten Schule Millrath, blieben sogar stehen und lauschten für einen kurzen Moment mehrstimmigem Chorgesang. 17 Sänger des Madrigalchors Millrath hatten sich zu einer „Test“-Chorprobe im Freien eingefunden, die erste Probe nach drei Monaten Pause.

Im Freien deshalb, weil gegenwärtig Chorgesang in geschlossenen Räumen, wegen der Ansteckungsgefahr durch Covid-19-Viren in Aerosolen, äußerst bedenklich ist.

Auf Basis eines von ihm erstellten Hygienekonzepts inklusive Aufstellplan für den Schulhof hatte der Vorsitzende Friedel Michel die Zustimmung des Ordnungsamts der Stadt Erkrath erreicht. So zeigten markierte Punkte auf dem Boden an, wo jedes Mitglied zu stehen hatte. Auch mussten die Sänger ihre eigenen Noten mitbringen, eine Einverständniserklärung unterschreiben sowie beim Kommen und Gehen Abstand halten und einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Aber so konnte es endlich wieder losgehen.

Die Freude war groß sich wiederzusehen und wieder gemeinsam Musik zu machen. Als A-Cappella-Chor ist es der Madrigalchor gewöhnt, ohne Klavierbegleitung zu musizieren.

Allerdings waren die teilnehmenden Sänger durch die großen Abstände stark gefordert und mussten sehr konzentriert, fast schon solistisch singen. Zugute kam ihnen dabei das engagierte Dirigat des Chorleiters Dieter Lein, der ohne jegliches Begleitinstrument, nur mit Stimmgabel ausgerüstet, in der Lage war, jede Stimme separat vorzusingen und mit den Stimmgruppen einzuüben. Das Ergebnis der Test-Chorprobe war so erfreulich, dass dieser Weg fortgesetzt werden soll, jedenfalls solange das Wetter mitspielt. Ein Anfang ist gemacht!

(arue)