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Erkrath: Lokschuppen-Team braucht dringend Helfer

Erkrath : Lokschuppen-Team braucht dringend Helfer

Die Stammbesetzung wird immer älter und kann viele körperliche Tätigkeiten kaum noch ausführen, hieß es gestern.

Das Eisenbahn- und Heimatmuseum in Hochdahl sucht Nachwuchs. "Unsere Stammbesetzung wird immer älter und kann viele körperliche Tätigkeiten kaum noch ausführen", klagt Vorsitzender Ralf Fellenberg. Ob im Archiv oder im Lokschuppen-Museum, im Bahnladen oder bei der Fahrzeug-Restaurierung, überall werden Leute gesucht, die ein gewisses Know-how in verschiedenen Bereichen mitbringen. Der Verein ist ambitioniert und hat eigentlich immer eines oder mehrere aktuelle Projekte laufen.

"Wenn ich den Unterschied von den Anfängen bis heute betrachte, finde ich die Entwicklung schon herausragend", lobte Bundestagsvizepräsidentin Michaela Noll, die beim Museumstag am Sonntag zu Gast war. Vor einigen Jahren habe sie den inzwischen verstorbenen ehemaligen Vorsitzenden Udo Kampschulte nach Berlin eingeladen. "Wenn er das heute sehen könnte, wäre er sehr stolz auf euch", sagt Noll. So ist ganz aktuell der neue Eingangsbereich fertig geworden. Eigentümer Gottfried Bander habe entschieden, dass das Museum einen eigenen Zugang brauche, statt über den Seiteneingang durch das Restaurant Olive. So wurde der ehemalige Museumsladen an die Bahnsteighalle verlegt und der Raum in einen Eingangsraum mit Fahrkartenschalter umgestaltet.

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"Dieser Fahrkartenschalter ist original derselbe, an dem ich in den 1970ern während meiner Ausbildung am Bahnhof Erkrath gearbeitet habe", erklärte Archivmitarbeiter und Vollblut-Eisenbahner Uli Schimschock. An der Wand hinter dem Schalter sind historische Fahrkarten ausgestellt, wie sie der Verein zu besonderen Anlässen auch selbst druckt. In der Werkstatt wird zur Zeit ein Zugcafé-Waggon restauriert. "Wir hoffen, dass wir ihn zum Weihnachtsmarkt schon in ordentlichem Zustand präsentieren können" so Uli Schimschock.

Mit der Deutschen Bahn sei man im Gespräch über einen Nutzungsvertrag für weitere Gleis-Meter, um besser mit den eigenen Loks fahren zu können. Michaela Noll versprach Unterstützung.

Sie werden in Berlin bei der Bahn vorsprechen und auch Schulleiter Christof Krügermann vom Gymnasium Hochdahl anrufen, um eventuell Schüler für die Mitarbeit im Verein zu gewinnen.

(tpp)