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Erkrath/Unterbach: Kunstmeile bietet Kunst von Könnern

Erkrath/Unterbach : Kunstmeile bietet Kunst von Könnern

In diesem Jahr stellen 35 Künstler auf der Unterbacher Kunstmeile aus. Darunter waren Gäste aus anderen Städten. Im nächsten Jahr wird ein runder Geburtstag gefeiert.

Wenn an 13 Kunstpunkten in Unterbach spannende Kunst zu sehen ist, dann lädt die "unart"-Kunstmeile der Kulturinitiative Unterbach e.V. zum Flanieren, Staunen und Begegnen ein. Etabliert ist sie, beliebt und herbeigesehnt.

 Hans-Peter Wehage baut seit 1994 Objekte aus Metall bzw. aus altem Werkzeug.
Hans-Peter Wehage baut seit 1994 Objekte aus Metall bzw. aus altem Werkzeug. Foto: Stephan Köhlen

In diesem Jahr stellten 35 Künstler aus. Darunter sind drei Gäste aus anderen Städten. Die meisten Kunstpunkte befanden sich am Samstag und Sonntag entlang der Gerresheimer Landstraße. Aber auch in den Außenbezirken luden etwa die Galerie Eichenwand und der Unterbacher Tennisclub ein. An der Flachskampstraße war das Atelier Kühn-Löwe geöffnet.

Das Künstlerehepaar Kühn-Löwe hatte seine Türen zu Küche, Garten und eindrucksvollem Arbeitsatelier für Besucher und drei weitere Künstler geöffnet. Die Bildhauer Tom Lange und Sabine Köhne-Lange aus Essen durften ihre Skulpturen im romantischen Garten der Kühnes aufstellen.

Die "Stein-Seelen" sind inspiriert von der afrikanischen Showa-Art Mythologie in Simbabwe und vermitteln Ruhe und erzeugen Emotionen. Drinnen in der Küche zeigte Antje Meyer ihre vom Sterntaler-Märchen inspirierten Schmuckstücke. Lange Zeit hat die Goldschmiedin in Kolumbien gelebt und gelernt. Viel lernen will sie noch heute. Jetzt studiert sie Unterwasser-Archäologie in Marburg.

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Die Atelier-Gastgeberin Ruth Kühn-Löwe zeigte Porträt-Bilder, die sie alle am Modell malte. Besonders eindrucksvoll: "Felicia", ein Tanzbild, das sie zeichnete, während Felicia tanzte. "Die Musik und die Bewegungen kamen in meinen Körper", sagte Ruth Kühn-Löwe. Seit Anfang der 1990er Jahre malt die gelernte Schaufenster-Gestalterin. Ihre Leidenschaft hat sie auf ihren Mann übertragen, der sich vorher vor allem mit der Fotografie beschäftigt hatte.

Auf jeden Fall ist Prof. Dr. Wolfgang Kühn, der an der Wuppertaler Universität Produktionsplanung und -steuerung lehrt, Unterbacher Künstlervereins-Motor und noch immer leidenschaftlicher Fotograf. Richtig zur Sache ging es im Kunstpunkt 6, dem Zentrum Plus der AWO Unterbach. Seit Jahren spielt dort zur Mittagszeit am Sonntag die Jazz-Band "Mach Maja Tzz", beliebt und schwungvoll. Zwei Künstlerinnen zeigen ihre neuesten Mal-Werke, Dagmar Branca und Johanna Przystalski. Gisela Brill zeigte Schmuck-Design. Besonders beeindruckte das Schwarz-Weiß-Bild "Isolation" von Dagmar Branca, voller Tristesse und Gegensätze. Nebenan in der Weinquelle zeigten Kerstin Grobler und Elisabeth Wagner ihre Gemälde.

Kerstin Grobler, die ein Atelier in Bilk hat, begibt sich auf sportliche Wandertouren, wird von Natur und Farbe beeindruckt, kehrt nach Hause zurück und malt, was sie im Gedächtnis hat. Im Moment malt sie mit hellen Farben, mit viel Licht und mit Gefühl. Es geht ihr gut dabei. An der Akazienallee 40 - Kunstpunkt 4 "Akazienatelier" zeigt Michaela Gottschalk ihre vielen Skulpturen. "Liebe" heißt eine beeindruckende Arbeit. Ihre Stein-Liebe gibt sie an ihre Schüler weiter. Mit von der Partie in ihrem Atelier ist Marion Breitbach aus Unterfeldhaus. Auch sie malt, was sie auf Reisen sieht. Und das sind viele Motive. Auch in den katholischen und evangelischen Kirchen zeigten insgesamt sieben Künstler ihre Werke.

(gund)