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Erkrath: Kunst und Kultur mit Menschen verbinden

Erkrath : Kunst und Kultur mit Menschen verbinden

Serie Mein Verein: In einer lockeren Folge stellt die RP Vereine vor - heute den Förderkreis Kunst und Kulturraum Erkrath.

Mit dem im Februar 2013 gegründeten Förderkreis Kunst + Kulturraum Erkrath e.V. möchte Wolfgang Sendermann, Vorsitzender, Kunst und Kultur verbinden. Der Verein beschränkt sich nicht nur auf die bildende Kunst, sondern bietet auch musisch- und literarischen Künstler einen Raum zur Entfaltung. So finden neben den monatlich wechselnden Ausstellungen im Kunsthaus Erkrath auch Lesungen und kleine Konzerte statt.

Sendermann, der von der stellvertretenden Vorsitzenden Hyacinta Hovestadt als "treibender Motor" benannt wird, hat bei den Künstlern aus der Umgebung mit seiner Idee großen Anklang gefunden. Ein Raum, der Künstlern aus Erkrath die Chance gibt, sich zu präsentieren, sei das gewesen, was den Leuten gefehlt hat. "Sie sagen, es wird endlich etwas gemacht und nicht nur darüber geredet.", so Sendermann.

Die Verbindung von einem Ausstellungsraum und sechs Ateliers fülle das Haus mit Leben. Das Gefühl der Lebendigkeit sei dem Vorsitzenden, der selbst seit über 40 Jahren in der Kunst wiederzufinden ist, von Anfang an wichtig gewesen. In solch Räumlichkeiten sei es einfacher, die Menschen, und speziell die Jugend, an die Kunst heranzuführen und ihnen Hemmschwelle und Angst zu nehmen. Im Gegensatz zu den Museen großer Städte, können die Menschen hier nah dran gehen und die Skulpturen auch anfassen.

Bei Schulbesuchen im Kunsthaus werden zusammen mit dem Künstler Aktionen angeboten. Dabei können Kinder und Jugendliche Kunst spielerisch und unter Anleitung erleben, Diskussionen führen und passend zum Unterricht Aufgaben erledigen. Gerne möchte der Förderkreis stärker im Kunstunterricht der Schulen tätig werden.

Für die Künstler kann der Förderkreis einen gut ausstaffierten Ausstellungsraum bieten. Neben professionellen Aufhängungen habe man sich um eine Lampentechnik gekümmert, mit der die Kunstwerke im richtigen Licht erscheinen. Auch für Lesungen ist genügend Mobiliar vorhanden. Geplant ist eine Erneuerung der Steckdosen, die nach der Renovierung des denkmalgeschützten Hauses nicht mehr funktionstüchtig sind.

Wichtig sei dem Vorstand eine "bunte Mischung", so Sendermann, womit Künstler unterschiedlicher Kunstrichtungen gemeint seien. Mit den heute 45 Mitgliedern seien sowohl Frauen als auch Männer, im Alter von Ende 20 bis 70 Jahren im Verein vertreten. Man merke jedoch, dass von den Jüngeren ein starkes Interesse komme. Auch für das nächste Jahr sei man schon gut gebucht. In Entwicklung seien Workshops und Kurse.

Eva Pannée, Kassiererin des Vereins, sagt: "Es war zwar ein Risiko, aber wir waren bereit, es einzugehen und damit durchzukommen." Darin bekräftigt sie auch die stellvertretende Vorsitzende: "Der Mut war einfach da. Der Wille von Herr Sendermann war so groß, dass man sich mitreißen lassen hat."

Wolfgang Sendermann ist überwältig von der Annahme des Vereins und freut sich über jeden Interessierten, der vorbeischaut.

Aktuell gibt er zusammen mit Gabriele Ley eine Ausstellung zum Thema Form & Farbe.

(RP)