Erkrath: "Kunst trifft Wohnen" in guter Nachbarschaft

Erkrath: "Kunst trifft Wohnen" in guter Nachbarschaft

Bewohner der Sahle-Wohnanlage an der Schliemannstraße verschönern mit Katy Schnee Wände.

Zur Begrüßung reichte Katy Schnee, 2\. Vorsitzende der Künstlervereinigung Prima Neanderthal, nur den kleinen Finger. Der Rest war nach dreistündigem Gruppen-Malen mit blauer und weißer Farbe bekleckst. Die Neuauflage der Aktion "Kunst trifft Wohnen" an der Schliemannstraße 44 entwickelte sich zu einer gemütlichen "Kleinen Sommerfrische" mit Bewohnern der Sahle-Wohnanlage. Man kam und ging, saß zusammen und plauderte, genoss Grillwürstchen und Kuchen und beobachtete die Kinder, die zusammen mit Katy Schnee die Parkplatz-Wände mit Wolken und blauem Himmel bemalten.

2013 hatte Elisabeth Wald vom Sozialdienst Parea die Idee zur Malaktion anlässlich des 50-jährigen Bestehens von Sahle Wohnen. "Man muss auch einen gewissen Anspruch haben, deshalb haben wir das mit Frau Schnee ausbaldowert". Damals wurde zunächst die mittlere Wand mit Erkrather Sehenswürdigkeiten bemalt, im März dann eine zweite Wand mit Motiven aus dem Neandertal.

  • Erkrath : Der Kreistag macht jetzt den Weg frei für die Neanderhöhe

Das neue Motto sind nun die "4 Elemente", beginnend mit "Luft". Vorteil: man hat schon mal die Fortführung für die nächsten drei Jahre gesichert.Im Vordergrund stand allerdings das Miteinander der Bewohner. Das Viertel um Schliemann- und Schimmelbuschstraße gehört zu den sogenannten "sensiblen Wohngebieten" in Hochdahl. In der Vergangenheit sei es schon zu Konflikten bis zu Messerstechereien gekommen, erzählt Elisabeth Wald. Auch durch die Arbeit von Parea habe sich das stark gebessert. Durch Aktionen wie "Kunst trifft Wohnen", die Eltern-Kind-Spielgruppe oder den FC Parea Schimmelbusch lernen sich die Bewohner besser kennen. "So werden aus Nachbarn gute Nachbarn und schließlich Freunde", so Wald. Auch Claudia Bröder, seit 14 Jahren Kundenbetreuerin für Sahle in Erkrath, versichert "Meine Mieter sind mir alle ans Herz gewachsen".

Und weil es so schön war, wurde nach 17 Uhr einfach weiter gefeiert.

(tpp)
Mehr von RP ONLINE