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Kulturherbst mit Tierfotografie in Mettmann, lokalre Kunst in Erkrath, Expressionismus in Langenfeld und Musik in Ratingen und Leverkusen.

Ausgehen : Ein Kulturherbst für viele Geschmäcker

Es gibt Tierfotografie in Mettmann, lokale Kunst in Erkrath, Expressionismus in Langenfeld und Musik in Ratingen und Leverkusen.

Mettmann/Erkrath (hup) Urgewaltig blickt ein Bison den Besucher der Ausstellung „Wisent, Bison, Buffalo“ an, die derzeit im Neanderthal-Museum an der Talstraße 300 in Mettmann zu sehen ist. Ein Foto dieses amerikanischen Steinzeittiers wurde überlebensgroß auf eine Leinwand kopiert. Der Anblick vermittelt ungeheure Kraft und gleichzeitig Demut angesichts dieses sanften Riesens. Die Fotos dieser Ausstellung sind noch bis kommenden Sonntag, 4. November, zu sehen. Sie stammen von den Tierfotokünstlern Heidi und Hans-Jürgen Koch. Auch sie waren vom Anblick dieser gewaltigen Steinzeittiere derart fasziniert, dass sie ihnen mit der Kamera nach Amerika nachgereist sind und eine Fotoreihe daraus gemacht haben. Diese Fotos sind jetzt im Museum zu bestaunen. Wer es weniger gewaltig mag, ist bei der gemeinschaftlichen Ausstellung Erkrather Künstler „LokArt“ im historischen Lokschuppen Hochdahl am Ziegeleiweg in Erkrath gut aufgehoben. Sie findet vom 16. bis 19. November statt und ist inzwischen über Erkrath hinaus bekannt. Eine unabhängige und sachkundige Jury hat dafür aus 40 Bewerbungen mit 200 Arbeiten insgesamt 50 Exponate ausgesucht – Malerei, Zeichnung, Plastik und Skulptur ebenso wie Collage, Grafikdruck und Fotografie. Und die Meinung des Publikums ist ganz explizit gefragt: Bei der Eröffnung am 16. November haben die Besucher die Möglichkeit, sich an der Vergabe eines Publikumspreises zu beteiligen.

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Ratingen (kle) Das Festival der Stimmen, das unter dem prägnanten Titel „Voices“ firmiert, schlägt ganz neue Töne an. Und zur zehnten Auflage gibt es einen neuen Veranstaltungsort, der nicht ohne Grund gewählt wurde: Das Festival startet am Donnerstag, 8. November, um 20 Uhr in der Lintorfer Manege, die sich längst einen Namen als bedeutendes Blues- und Soulzentrum gemacht hat. Sängerin Deborah Woodson aus den USA, die unter anderem mit den Scorpions zusammengearbeitet hat, und der deutsche Bluesgitarrist Gregor Hilden mit seinem Quartett werden das Festival der Stimmen eröffnen. Am Freitag, 9. November, sind die „Voices“ wieder am angestammten Platz zu hören – und zwar ab 20 Uhr im Stadttheater. Es wird dann einen Mitsingabend mit Constanze Jung und Nito Torres geben. Der Samstag gehört traditionell der „Vocal Night“: Am 10. November treten ab 19.30 Uhr die mongolisch-persische Formation „Sedaa“, Peter Fessler und Alfonso Garrido sowie „Onair“ auf, eine Gruppe, die eine A-Cappella-Pop-Show präsentieren wird. Und auch dies hat Tradition: Ein Leseabend beschließt das Festival im Stadttheater. Kabarettistische Frauenpower wird es am 11. November ab 18 Uhr geben: Gerburg Jahnke, Anna Basener und Sarah Bosetti versuchen, auf ihre ganz spezielle Art die Welt zu erklären. Informationen gibt es auf www.voices-ratingen.de.

Langenfeld (gut) In der Posthorn-Stadt werden in diesem Herbst gleich zwei attraktive Kunstausstellungen geboten. Im Stadtmuseum, Hauptstraße 83, heißt es ab Sonntag, 18. November: „Auf zu neuen Ufern! Zwischen Brücke und Novembergruppe – Dresdner und Berliner Expressionisten aus der Sammlung Frank Brabant.“ Die Schau, die bis zum 10. März läuft, befasst sich mit der Künstlergruppe „Brücke“, die 1905 in Dresden von vier Architekturstudenten gegründet wurde: Ernst Ludwig Kirchner, Fritz Bleyl, Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff. Damit ist die „Brücke“ eine der ältesten deutschen Vereinigungen, die auf die Entwicklung der klassischen Moderne entscheidenden Einfluss hatte. Der Stil, den die Künstler in gemeinsamer Arbeit entwickelt hatten, ist als Expressionismus in die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts eingegangen. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl von „Brücke“-Werken (geöffnet täglich außer montags, 10 bis 17 Uhr; Eintritt frei). Der Kunstverein Langenfeld trägt mit „Land der Berge“ zum städtischen Österreich-Jahr bei. Im Kunstraum des Kulturzentrums, Hauptstraße 135, werden „acht künstlerische Positionen“ geboten, darunter konkrete Kunst, realistische Malerei, Landschaftsmotive und mystische Figuration (bis 23. Dezember, geöffnet Dienstag, Freitag, Samstag, 10 bis 13 Uhr, Donnerstag, 15 bis 20 Uhr, Sonntag, 15 bis 18 Uhr; Eintritt frei). Am Sonntag, 18. November, findet zu der Schau um 15 Uhr das Kunstcafé statt, am 22. Dezember eine „After Work/Before Christmas-Party“.

Leverkusen (bu) Die 39. Leverkusener Jazztage warten auf mit alten Bekannten und neuen Künstlern aus dem Pop. Als Höhepunkt angekündigt wird die Sängerin Anastacia, als bestens Vertraute Gregory Porter oder Candy Dulfer. Die Jazztage laufen mit der Eröffnungsveranstaltung am 8. November im Forum mit Wincent Weiss („Irgendwas gegen die Stille Tour“) bis zum Finale am 18. November im Erholungshaus mit Jan Garbarek wieder über elf Tage. Viele mit Spannung erwartete Auftritte hat Organisator Fabian Stiens ins Programm genommen, beispielsweise Thomas Quasthoff, den mehrfachen Grammy-Preisträger und Bass-Bariton. Er hat sich als Begleitmusiker Frank Chastenier (Piano), Dieter Ilg (Bass) und Wolfgang Haffner (Schlagzeug) ausgesucht. Sein Motto; „Nice ’n’ Easy“. Insgesamt sind es über 200 nationale und internationale Musiker, die im November in Leverkusen auftreten werden. Rund 25.000 Besucher werden zu dem Festival erwartet. Da für ein so weites Spektrum selbst die große Bühne im Forum zu klein ist, sind erneut andere „Locations“ – der guten Tradition folgend – eingebunden. Im Schlebuscher Sensenhammer finden ebenso Konzerte während der Jazztage statt wie in er Wiesdorfer Szenekneipe Topos. Und natürlich auch im Opladener Scala-Club.Einige Veranstaltungen sind bereits ausverkauft.

www.leverkusener-jazztage.de