Kreis Mettmann - Sturm hält Feuerwehren über Stunden in Atem

Einsätze : Sturm hält die Feuerwehren über Stunden in Atem

Die Retter müssen viele umgestürzte Bäume beseitigen. In Mettmann wird das Dach des Weltspiegel-Kinos beschädigt.

Sturmtief „Eberhard“ hat den Feuerwehren im Kreis Mettmann ein arbeitsreiches Wochenende beschert. Es mussten unter anderem zahlreiche umgestürzte Bäume beseitigt werden. Auch auf dem Friedhof Goethestraße in Mettmann hat der Sturm einige Schäden angerichtet. Der Friedhof bleibt daher vorerst geschlossen – mindestens bis heute, informiert die Stadtverwaltung.

Ein großer Ast einer Linde auf einem Grundstück neben dem Weltspiegel-Kino an der Düsseldorfer Straße war am Samstag durch die Sturmböen abgebrochen und hatte das Dach des Kinos durchschlagen. Die Feuerwehr wurde zu Hilfe gerufen und inspizierte den Baum nach weiteren losen Ästen. Ein Dachdecker war schnell zur Stelle, sägte einen Teil des Astes, der ins Freie hing, ab und schloss das Dach provisorisch. 24 Sturmeinsätze hat die Mettmanner Feuerwehr am Sonntag geleistet, 57 Kräfte sowie 14 Fahrzeuge der Feuerwehr und des Baubetriebshofs waren am Nachmittag im Einsatz. Die Sturmschäden führten auch zu Verkehrsbehinderungen in und um Mettmann. So mussten die Peckhauser Straße, die Teichstraße und der Südring zeitweise gesperrt werden, weil umgestürzte Bäume auf der Fahrbahn lagen oder Bäume umzustürzen drohten. Bauzäune waren durch den Sturm umgeweht worden. Trotz der Wetterwarnungen waren Spaziergänger im Düsseltal unterwegs, teilweise mit Kindern, berichtete ein Landwirt.

Die Feuerwehr Erkrath hatte bereits ab Sonntagmittag eine eigene Einsatzzentrale eingerichtet. Als die Sturmböen ab 15 Uhr an Stärke zunahmen, hatte die Einsatzleitung alle drei ehrenamtlichen Löschzüge zur Besetzung der Wache an der Schimmelbuschstraße sowie des Gerätehauses an der Ludenberger Straße gerufen. Dann ging es Schlag auf Schlag und es gab bis zum Abend 26 sturmbedingte Einsätze. Schwerpunkte waren Alt-Erkrath und Hochdahl. Zusätzlich wurde am späten Nachmittag ein Löschgruppenfahrzeug der Feuerwehr Erkrath zu überörtlicher Hilfe nach Langenfeld angefordert. Neben der großen Anzahl sturmbedingter Einsätze musste die Feuerwehr um 17.30 Uhr mit der hauptamtlichen Wache und dem Löschzug Alt-Erkrath wegen Gasgeruchs zu einem Wohnhaus an der Morper Allee ausrücken und auch der Rettungsdienst hatte mehrere Einsätze. Gegen 20.30 Uhr waren nahezu alle Einsätze abgearbeitet und die 75 Einsatzkräfte konnten nach Hause entlassen werden.

In Wülfrath mussten die Einsatzkräfte insgesamt elfmal ausrücken, meist wegen umgestürzter Bäume oder loser Dachpfannen. Um 20.30 Uhr konnten die Retter ihre Arbeit beenden. Die Feuerwache und die Fahrzeuge waren am Sonntag durch 24 Kräfte besetzt, unterstützt durch zwei Mitarbeiter des städtischen Bauhofs. Der Stadtpark wurde bereits vergangene Woche gesperrt und bleibt es laut Stadt auch weiterhin.

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