Konzert Was die Orgel so alles kann

Erkrath · Konzertbesucher in St. Franziskus freuten sich über ein vielseitiges Programm.

 Weihnachtskonzert in St. Franziskus mit Elisabeth Marschner (Oboe) und Karl-Michael Vitt (Orgel).

Weihnachtskonzert in St. Franziskus mit Elisabeth Marschner (Oboe) und Karl-Michael Vitt (Orgel).

Foto: Köhlen, Stephan (teph)

Die historische Seifert-Orgel und ihr Organist Karl-Michael Vitt, Kantor der katholischen Gemeinde St. Franziskus in Hochdahl, haben ihrer Fan-Gemeinde ein außergewöhnliches, vielfältiges und abwechslungsreiches weihnachtliches Konzert geschenkt. Für Pfarrer Chistoph Biskupek war es „Ehrensache“, dem Konzert nach der Sonntagabend-Messe beizuwohnen. Große Orgel-Kompositionen aus fünf Jahrhunderten wurden gespielt.

Im Sommer war die 170 Jahre alte Orgel nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten erneut eingeweiht worden. Jetzt führte Kantor Karl-Michael Vitt die große Spannbreite der Orgelliteratur vor. Feierlich ging es zu bei der Auswahl der Musikstücke und meisterlich war die Umsetzung. Vitt spielte mit seiner eigenen Komposition „Kerzenschimmer“ mal sphärisch, mal festlich, meditativ oder volumenreich mit Bach oder Mozart.

Eine große Bereicherung für das Konzert waren die Ehefrau des Kantors, die Sopranistin Birgit Vitt, sowie Elisabeth Marschner an Oboe und Englisch Horn. Birgit Vitt sang mit weichem Timbre eine Komposition von Meir Finkelstein, „Hirten“ von Peter Cornelius oder festtäglich „Mariä Wiegenlied“ von Max Reger. Das Adagio von Mozart aus dem KV 580a für Orgel und Englisch Horn gelang den Musikern aufs Trefflichste. Und auch das „Ave Maria“ von Astor Piazzola wurde meisterlich vorgetragen.

Mit der „Arabesque“ von Louis Vierne zeigte Karl-Michael Vitt, was die Orgel alles kann. Dankbar applaudierten die Zuhörer am Ende des stimmungsvollen Konzerts. Sie hatten in der voll besetzten und festlich geschmückten -Kirche mitsingen dürfen. Am Anfang war es eines der ältesten Weihnachtslieder überhaupt: „Nun komm der Heiden Heiland“. Und zum Schluss das „Alle Jahre wieder“, das weder im Gotteslob noch im evangelischen Gesangbuch steht – aber jeder singen konnte.

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