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Finanzen: Kämmerer: Stadt profitiert von guter Konjunktur

Finanzen : Kämmerer: Stadt profitiert von guter Konjunktur

Das für 2018 prognostizierte Haushaltsdefizit von sieben Millionen Euro wird sich um rund zwei Millionen Euro reduzieren.

(hup) Den Haushaltsplan für 2019 hat Stadtkämmerer Thorsten Schmitz Am Dienstag im Stadtrat vorgestellt. Allgemeine Tendenz: Der Schuldenberg der Stadt schmilzt, auch die Defizite für 2017 und 2018 fallen um einiges geringer aus als angenommen. Für 2022 prognostiziert Schmitz gar einen ausgeglichenen Haushalt. Grund- und Gewerbesteuersätze sollen unverändert bleiben.

Von einer echten Trendwende mochte Schmitz, wie auch Bürgermeister Christoph Schultz, allerdings nicht sprechen, eher von einer „leichten Entspannung“. Er mahnt: „Unter Berücksichtigung der aktuell sehr guten Konjunktur und den damit verbundenen finanziellen Auswirkungen bei Stagnation oder Rezession bestehen erhebliche Risiken für die Zukunft.“

Nach rund einem Jahrzehnt defizitärer Haushalte ließen die Prognosen erwarten, dass Erkrath bis 2022 in der Lage sein sollte, einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen. Dies wäre, neben dem seit zehn Jahren ersten positiven Jahresabschluss für 2017, ein Meilenstein auf dem Weg zu dauerhaft ausgeglichenen Haushalten inklusive Rückführung von Krediten und Auffüllen der Rücklagen. Zum Jahresabschluss 2017 gab es einen Überschuss von knapp 1,2 Millionen Euro, der in die seit 2010 leere Ausgleichsrücklage fließt. Im Vergleich zum geplanten Minus von 7,05 Millionen Euro bedeutete dies eine Verbesserung von über acht Millionen Euro. Ursache dafür seien Ertragssteigerungen von 13,7 Millionen Euro, denen allerdings Aufwandssteigerungen von 5,5 Millionen Euro gegenüber stünden. Die stabilen Gewerbesteuererträge betrugen 2017 etwa 33,8 Millionen Euro. Auch 2018 verlaufe positiver als angenommen. Vieles deute darauf hin, dass das geplante Haushaltsdefizit von knapp sieben Millionen Euro um rund zwei Millionen unterschritten werden könne. Zur positiven Haushaltsentwicklung 2018 tragen laut Schmitz auch reduzierte Personalaufwendungen bei. „Zurzeit gehen wir zudem davon aus, dass 2018 rund 31 Millionen Euro Gewerbesteuer fließen“, so Schmitz. Für 2019 rechnet der Kämmerer mit einem vergleichsweise geringen Defizit von 2,44 Millionen Euro. Die Ratsfraktionen ziehen sich nun zur Beratung zurück, diskutiert und verabschiedet wird der Haushalt dann zu Beginn des neuen Jahres.