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Junger Autor aus Syrien liest beim Konzert im Bürgerhaus Erkrath-Hochdahl.

Freundeskreis für Flüchtlinge : Er mag Sprache und schreibt gern

Der junge Autor aus Syrien liest heute Abend beim Konzert im Bürgerhaus.

Der Erkrather Freundeskreis für Flüchtlinge hat das ungewöhnliche literarische Konzert organisiert, das heute Abend im Bürgerhaus Hochdahl stattfindet. Der Eintritt kostet zehn, ermäßigt sechs Euro. Ab 19 Uhr treten der Pianist Aeham Ahmad aus Syrien, die Erkrather Malerin und Autorin Claudia Birkhäuer sowie der syrische Student und Autor Samer Al Najjer auf. Im Gespräch mit der RP stellt er sich vor.

Wie fühlen Sie sich vor Ihrem bisher größten Auftritt?

Al Najjer Ich habe im letzten Jahr ja bereits in der Begegnungsstätte „Hand in Hand“ gelesen. Doch diesmal könnten bis zu 450 Zuhörer kommen. Da bin ich sehr aufgeregt.

Sie leben mit Eltern und Geschwistern in Velbert. Konnten Sie alle gemeinsam aus Syrien fliehen?

Al Najjer Ja, zum Glück. Wir sind schon 2014 als so genannte Kontingentsflüchtlinge aus dem Libanon, wohin wir geflohen sind, ausgeflogen worden und nach Velbert gekommen.

Und darum geht es in ihren Geschichten?

Al Najjer Genau, sie handeln von den Menschen, denen wir unterwegs begegnet sind, von Einheimischen und Flüchtlingen.

Sie studieren im vierten Semester mit einem Stipendium der Hans-Böckler-Stiftung in Düsseldorf Politikwissenschaften und Germanistik. Warum ausgerechnet diese beiden Fächer?

Al Najjer Ich war bereits in Syrien mit anderen Studenten politisch aktiv. Hier habe ich endlich die Möglichkeit, meine Ansichten frei zu äußern. Gemeinsam mit drei Studenten aus habe ich die Gruppe „Still there“ gegründet. Gern würden wir an Unis über Syrien und die politischen Zustände dort berichten. Seit Ende 2008 bin ich auch Mitglied in der Velberter SPD. Germanistik habe ich dazu genommen, weil ich gern schreibe und Sprache an sich mag.