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Impulsveranstaltung zur Stadtelebung in Alt-Erkrath.

Impulse zur Stadtbelebung : Problemfall Bahnstraße in Alt-Erkrath

Bei einer „Impulsveranstaltung“ referierten Experten, was zur Belebung in Alt-Erkrath getan werden könnte. Es herrschte durchaus Skepsis angesichts der Bestandsaufnahme. Ein „Stadtspaziergang“ wird folgen.

Sicher nicht zufrieden konnten Vinzent Endereß, Leiter der Wirtschaftsförderung Erkrath, und seine Kollegin Dorothea Mittemeyer sowie Bürgermeister Christoph Schultz mit der Resonanz auf die Einladung zu der „Impulsveranstaltung zum Zentrenmanagement Alt-Erkrath“ sein. Knapp 20 Interessierte hatten den Weg in die Realschule an der Karlsstraße gefunden, obwohl im Vorfeld um die 100 Einladungen an die unterschiedlichsten Akteure versandt worden waren.

Frederike Blum und Jens Nußbaum, die beiden Experten von der Dortmunder Dependance des Büros „Stadt + Handel“, hatten eine theoretische Einführung im Gepäck, welche Faktoren dem stationären Handel „zusetzen“ und mittels welcher Faktoren eine „Innenstadtbelebung“ zu erreichen sei. Auch berichteten sie, an welchem Punkt des Auftrags, den die Verwaltung mit Landes-Fördermitteln für die Belebung des stationären Handels im Innenstadtbereich vergeben hatte, das Büro sich befindet: Eine Bestandsaufnahem habe bereits stattgefunden, bei der „die Qualitäten herausgearbeitet und ein aktuelles Profil erstellt wurde“, wie Verwaltung und die externen Berater mitteilten.

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„Dass die Bahnstraße in Alt-Erkrath ein Problem mit Leerstand hat, das können Sie alle selbst sehen, da verrate ich nichts Neues,“ gestand Bürgermeister Schultz freimütig vor Vertretern aus Handel, Handwerk, Vereinen und Organisationen. Und er adressierte eine Hoffnung: „Sie zeigen ihre Bereitschaft zur Veränderung bereits. Ich hoffe, Sie können als Multiplikatoren noch möglichst viele weitere Erkratherinnen und Erkrather mitnehmen auf dem Prozess der Beteiligung.“

Auch Blum und Nußbaum betonten, wie wichtig die Phase der „Ideenfindung“ sei, „viel wichtiger als die Umsetzungsphase.“ Jens Nußbaum lieferte in seinem Vortrag den theoretischen Überbau, was in einer Mittelstadt wie Erkrath zu deren Belebung an Maßnahmen ergriffen werden könne. Projektverantwortliche Frederike Blum gestand: „Ich wohne in Haan und kenne mich daher mit den Gegebenheiten im Kreis Mettmann aus.“ Sie habe bereits mit einigen Akteuren auf der Bahnstraße gesprochen, nicht nur mit Ladenbesitzern oder -pächtern, sondern auch mit Immobilienbesitzern. Bei einem Stadtspaziergang möchte sie Ideen und Beobachtungen derer zusammentragen, denen eine Belebung am Herzen liegt. „Dies ist ein Prozess, bei dem wir Sie als Experten für Ihre Stadt benötigen,“ so die Botschaft. Blum und Nußbaum freuten sich, dass ihnen von Stadtseite demnächst ein Citymanager als fester Ansprechpartner zur Verfügung steht.

Beim anschließenden „Get-together“ dieses Abends gab es auch kritische und skeptische Anmerkunge, wie und ob überhaupt die Aufgabe, wie das Zentrum und die umliegenden Subzentren wie z. B. an der Neanderstraße zu beleben seien. „Das ist doch schon vorher versucht worden“, lautete der eher verhaltene Kommentar von Udo Wolfram, Präsident der Großen Erkrather Karnevalsgesellschaft. Und Stephan Karrasch, Inhaber von Esra-Optik, merkte an: „Wenn wir auf der Bahnstraße noch nicht einmal dieselben Öffnungszeiten hinbekommen, damit Kunden verlässlich wissen, wann sie in den zumeist Inhaber-geführten Geschäften einkaufen können, dann haben Sie dann noch ein ziemliches Stück Arbeit vor sich.“ Ein Punkt, der sich bereits auf der Tagesordnungen des Büros „Stadt + Handel“ befindet – neben den weiteren Punkten.