1. NRW
  2. Städte
  3. Erkrath

Erkrath: "Ihr schafft das!"- Tipps für Abiturienten

Erkrath : "Ihr schafft das!"- Tipps für Abiturienten

Schulleiter Dieter Smolka vom Gymnasium Hochdahl weiß, worauf es beim Lernen ankommt: Zeitmanagement, Konzentration und Lernteams.

Ab dem 29. April starten die Abiturprüfungen. Dieter Smolka, Schulleiter des Gymnasiums Hochdahl, gibt einige Tipps für das Abi-Training. Sehr wichtig: Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten: Mit Energie, Konzentration, Anstrengung und der nötigen Gelassenheit gelingt eine gute und zielgenaue Abi-Vorbereitung. Wichtige Grundlage des individuellen Erfolgs ist die Selbstmotivation und die positive Einstellung, "Ich kann das, ich schaffe das!".

Ein gutes Zeitmanagement schafft eine realistische Einschätzung der anliegenden Aufgaben. Welche Zeit wird benötigt, um alle fachlichen Vorbereitungen zu bewältigen? Wie kann der Zeitplan eingehalten werden? Eine Monats- und Wochenübersicht hilft, dass die Schwerpunkte der Abi-Vorbereitung im Blick und voll im Griff sind. Die regelmäßige Überprüfung des Zeitplans ist wichtig: erledigte Aufgaben für die einzelnen Fächer werden abgehakt. Dann bleibt genügend Zeit für Freizeit, Sport und Erholung. Last-Minute-Stress-Vorbereitungen sollten durch vorausschauende Planung vermieden werden.

Konzentration, Aufmerksamkeit und aktive Mitarbeit im Unterricht sind Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen. Wichtig ist die aktive Beteiligung im Unterricht und die intensive Bearbeitung des Lernstoffs — bloßes Durchlesen reicht nicht. Der Lernstoff sollte in Schaubilder, Diagramme, Mindmaps, Grafiken übertragen werden. Dadurch wird der Stoff geordnet, aktiv wiederholt, geübt und gefestigt.

Das mehrkanalige Lernen kann motivierend unterstützt werden: Die Lektüre von literarischen Texten wird durch Hörbücher vertieft. Texte im Fremdsprachenunterricht werden im Internet (zum Beispiel als YouTube Video) angesehen. Nachrichtensendungen werden als Podcast (BBC und CNN) angeboten. Das trainiert das Hör- und Leseverstehen. Tipp für die mündlichen Abiturprüfungen: Der erarbeitete und wiederholte Lernstoff sollte laut vorgetragen werden — am besten einem Lernpartner, der dann kritisches Feedback gibt.

Lernteams bilden: Mit Lernpartnern zusammen lernen, Lernstoff gegenseitig erklären, abfragen und gemeinsam wiederholen. Dadurch wird der Lernstoff besser verstanden und im Langzeitgedächtnis abgespeichert. Die inhaltlichen und methodischen Kompetenzen werden gestärkt durch außerschulische Informationsangebote (zum Beispiel: Tageszeitung, Wochenzeitung, Angebote der Stadtbücherei). Alte Abi-Klausuren durcharbeiten: Die alten Abi-Aufgaben nicht nur überfliegen, sondern übungsweise auch stichwortartig bearbeiten und die eigenen Ideen, Antworten, Lösungen mit dem Erwartungshorizont vergleichen. Die Prüfungsaufgaben werden nach drei Anforderungsbereichen unterschieden: Reproduktion von Wissen (Inhalt eines Textes wiedergeben), Reorganisation und Anwendung von Wissen (Struktur, Argumentation, Sprachverwendung und Wirkung analysieren) sowie Transfer von Wissen bei der Lösung neuer Problemstellungen (eigenes Urteil begründen und argumentativ vertreten). Das kann man trainieren.

(RP)