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Frauenchor feiert den Advent

Stadthalle : Frauenchor feiert den Advent

Kein Platz war leer, als die Frauen gemeinsam mit dem MGV Sängerbund zum Konzertbeginn das „Tocher Zion“ anstimmten.

„Weihnachtslieder weltweit“ war der Titel des Advents- und Weihnachtskonzerts des Frauenchors Erkrath am 3. Adventssonntag in der Erkrather Stadthalle. Weltweit bedeutet in diesem Fall nicht nur die Herkunft der Komponisten, die gesungen und gespielt wurden, sondern auch die der Interpreten.

Nicht ein einziger freier Platz stand noch zur Verfügung, als die Frauen zusammen mit dem MGV Sängerbund zu Beginn das „Tochter Zion“ anstimmten. Die besondere und liebevoll arrangierten Choreographien und die ausgesucht schönen Stimmen in diesem alljährlich stattfindenden Konzert sorgen dafür, dass der dritte Advent in Erkrath bei vielen Chorfreunden schon lange im Voraus als fester Kalendertermin gebucht ist. Enttäuscht wurde auch in diesem Jahr niemand.

„Ich war begeistert vom kraftvollen Chorgesang“, sagt Hildegard Rudolph, die sich diesen Termin in keinem Jahr entgehen lässt. Und mit dem gesamten Publikum war sie sich einig, dass die Solisten Linda und Joe Babiak mit ihrem selbst komponierten Liebeslied „Someday“ die Herzen der Zuhörer berührt haben. Das weltgereiste Ehepaar Babiak – sie hat Düsseldorfer Wurzeln, er stammt aus Chicago – glänzte auch mit „Let it snow“ und „The Christmas Song“.

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Berührt waren die Zuhörer auch von zwei Liedern aus Humperdinck’s Hänsel und Gretel, nämlich dem Sandmann-Lied und dem Abendsegen, gesungen von den Schwestern Rosa und Elise Kliesow. Die Mädchen sind 16 und 14 Jahre alt und genießen die Begabtenförderung der Düsseldorfer Robert Schumann Musikschule. Auch bei diesem Duo wollte der begeisterte Applaus kein Ende nehmen.

Die konstanten und zuverlässigen Unterstützer des Frauenchors, Mathias Baumeister (Klavier) und Gabriele Ibe-Beer (Querflöte und Gesang), konzertierten in gewohnt professioneller Weise. Der Kinderchor der Akademie für Chor und Musiktheater, Düsseldorf, und die Kinder der Tanzschule Iris Graf, Erkrath, vermittelten auf der Erkrather Stadthallen-Bühne Weihnachtsflair der besonderen Art, gesungen und getanzt. Die Düsseldorfer Kinder werden choreographiert von Victoria Wohlleber und haben bereits viel Theatererfahrung auf Düsseldorfer Bühnen. Der Frauenchor Erkrath wie auch der MGV wachsen mit den hohen Ansprüchen ihrer Chorleiterin Elisabeth Fleger. Der Chorsound ist inzwischen ein besonderer, weil „alle zusammen singen“, wie Elisabeth Fleger formuliert.

„Sehr professionell“ sei der Chorgesang des Frauenchors, sagt Esther Koch, deren junge Stimme und klassische Gesangausbildung inzwischen den Chor bereichert. Mit ihr sind noch zwei junge Sängerinnen dazugekommen: Johanna Dodaj und Aine Sullivan. Das Singen im Erkrather Chor mache „sehr viel Spaß“, sagt Esther Koch. Dazu meint Monika Krüger, die Frauenchor-Vereinsvorsitzende: Wir sind stolz, auch junge Sängerinnen für unsere Chorarbeit begeistern zu können.“

Die nächste Chorreise führt den Frauenchor Erkrath 1997 übrigens zum Städtepartnerschaftschor nach Cergy Pontoise. Mit dem französischen Chor Boucle d’Oise (durch Pontoise fließt die Oise) wird im Mai 2020 das weltberühmte Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart aufgeführt.