Feuerwehr Erkrath hilft kleiner Luisa Sophie auf die Welt

Besonderer Einsatz : Feuerwehr hilft kleiner Luisa Sophie auf die Welt

Einen ganz besonderen Einsatz bewältigten an Rosenmontag Notfallsanitäterin Stefanie Violett und ihre Kollegin Sabrina Germann, Auszubildende im zweiten Lehrjahr.

(arue) Zu einer Sturzgeburt wurde am Montag die Feuerwehr Erkrath gerufen. Bei einer jungen Frau waren die Wehen eingesetzt; den Geburtstermin hatten die Ärzte bereits zwei Tage vorher ausgerechnet. Um 17.41 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert. Notfallsanitäterin Stefanie Violett und ihre Kollegin Sabrina Germann, Auszubildende im zweiten Lehrjahr, trafen die  werdende Mutter in ihrem Badezimmer an. Die junge Frau hatte kurz zuvor gebadet, um die Wehen zu lindern. Nur 14 Minuten später kam das Kind auf die Welt. „Ich bin Notfallsanitäterin seit 20 Jahren“, erzählt Stefanie Violett, „aber ich habe erst zwei Geburten zu Hause erlebt. Dies war meine zweite.“ In Kursen werden die Sanitäter auch für diese Ernstfälle ausgebildet, dennoch sei sie bei diesen Einsatz aufgeregt gewesen. „Aber es lief alles ganz entspannt ab“, berichtet sie. Nun seien sie und ihr Team „froh, dass alle wohlauf sind“.

Der Vater durfte wie bei einer regulären Geburt auch die Nabelschnur durchtrennen. Dann aber mussten Mutter und Kind ins Krankenhaus nach Mettmann. Weil die Feuerwehr über keine Transportmöglichkeit für Säuglinge verfügt, forderte sie von den Kollegen in Solingen einen Spezialwagen mit Inkubator an, in dem das Baby gemeinsam mit Arzt und Hebamme ins Krankenhaus gebracht wurde.

Das kleine Mädchen heißt übrigens Luisa Sophie. Ihr auf die Welt zu helfen, „das war für mich ein Ausgleich für all die Patienten, bei denen wir leider zu spät sind“, sagt Stefanie Violett.

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