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FDP beantragt Erweiterung des Neanderbads in Erkrath

Kinder sollen schwimmen lernen : FDP dringt auf Bad-Erweiterung

Die Kapazitäten im Neanderbad an der Hochdahler Straße reichen offenbar nicht aus. Im Schulbetrieb und im allgemeinen Badebetrieb kommt es zu Engpässen.

(hup) Die FDP setzt sich für eine Erweiterung des Neanderbads um eine neue Schwimmhalle ein. Die Stadtwerke als Betreiber des Bads an der Hochdahler Straße sollen prüfen, ob dies baulich möglich ist und einen Kostenplan erstellen. Bei der Planung sollten Anregungen von Vereinen und Schulen berücksichtigt werden.

Hintergrund ist ein Rückgang der Trainings- und Schulungsmöglichkeiten für Schwimmvereine und Schulen sowie privater Anbieter, schreibt die FDP in ihrem Antrag, der im Hauptausschuss diskutiert werden soll. Insbesondere durch den Rückzug der Schulen aus dem Schwimmunterricht könnten immer weniger Kinder sicher schwimmen lernen. Gleichzeitig steige die Zahl  tödlicher Badeunfälle.

Die DLRG beklage seit Jahren, dass sich immer mehr Kommunen aus dem Betrieb von Schwimmbädern zurückgezogen haben. Um sicherzustellen, dass die Erkrather Schulen über genügend Badkapazitäten verfügen, „brauchen wir einen

Erweiterungsbau“, unterstreicht die FDP. Dabei könne auch gleich das gesamte Bad dem gestiegenen Bedarf angepasst werden, denn es komme derzeit immer wieder zu Engpässen. „Im Sommer ist das Freibad zu klein und im Winter steht die Fläche nicht zur Verfügung. Hier wäre die Fokussierung auf ein größeres Hallenbad sinnvoll“, meint die FDP.

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Die Problematik hatte die Politik auch schon im Sommer beschäftigt. Auf CDU-Initiative war damals beschlossen worden, dass Stadt und Stadtwerke über eine Ausweitung der Bahnenkapazitäten sprechen, so dass möglichst viele Kinder schwimmen lernen können. Die Ausweitung wurde vereinbart, aber es haben offenbar lediglich vier Schulen davon Gebrauch gemacht. „Sehr traurig“, heißt es von der CDU.

Mittlerweile hätten sich aber verärgerte Eltern gemeldet, die bei einem Elternabend der Klasse 4 der GGS Erkrath, Standort Düsselstraße, erfahren haben, dass der Schwimmunterricht erst im kürzeren zweiten Halbjahr vorgesehen sei, obwohl in der Klasse 3 Schwimmen das gesamte Schuljahr erteilt worden wäre. „Die gesamte Elternschaft war sehr verärgert“, sagt Marc Hildebrand (CDU). Auf Nachfrage erfuhr er, dass das Bad zusätzliche freie Schwimmzeiten genannt habe, allerdings nur für das tiefe Becken. Dies sei aber mit einer Grundschulklasse nicht möglich, da es in jeder Klasse Nichtschwimmerkinder gebe.

(hup)